Ein Sudanese muss sich in Hannover zum zweiten Mal wegen einer brutalen Vergewaltigung mit tödlichem Ausgang vor Gericht verantworten.

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Prozess: Sudanese vergewaltigte 63-Jährige zu Tode

Einem Sudanesen, der im Sommer 2018 eine 63-jährige Frau vergewaltigt und tödlich verletzt hatte, wird seit dieser Woche vor dem Landgericht Hannover der Prozess gemacht – er war wegen des Verbrechens an der obdachlosen Flaschensammlerin bereits wegen Vergewaltigung mit Todesfolge zu insgesamt zehn Jahren Haft verurteilt worden.

Staatsanwalt überzeugt: Es war Mord

Nicht zufrieden mit dem Urteil war der Staatsanwalt: Für ihn stand fest, dass der 49-jährige Afrikaner aus niederen Beweggründen handelte, als er zur Befriedigung seines Geschlechtstriebes die Frau brutal missbrauchte und schwer verletzte.  Die Staatsanwaltschaft ging deswegen gegen das Urteil in Revision und bekam vor dem Bundesgerichtshof Recht: Der Sudanese muss sich nun erneut vor dem Landgericht in Hannover verantworten – diesmal wegen Mordes.

Auch in dem neu aufgerollten Prozess leugnete der Angeklagte seine Schuld nicht: Die Haftrichterin aus erster Instanz, die am Montag als Zeugin geladen war, verlas das frühere Geständnis des Angeklagten. Dieser bestätigte die Richtigkeit der Aussage, besteht allerdings darauf, dass er sein Opfer nicht, wie im ersten Prozess behauptet, über 20 Minuten hinweg Mund und Nase zugehalten hatte, sondern wesentlich kürzer.

Opfer auf Spielplatz vergewaltigt und erdrosselt

Bei der Tat, die Ende Juli 2018 geschah, soll der mutmaßliche Mörder die 63-Jährige, die er aus dem Obdachlosenheim kannte, mit Geld zum Geschlechtsverkehr auf einem Spielplatz in der Innenstadt von Hannover überredet haben. Als sie allerdings wollte, dass der Mann aufhört, drückte er sie gewaltvoll auf den Boden und begann, sein Opfer so stark zu würgen, dass es nur kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen erlag, wie die Obduktion ergab.

Der Sudanese, der eine Woche nach der Tat von der Polizei festgenommen wurde, will bei dem Verbrechen unter Drogen- und Alkoholeinfluss gestanden haben und sagte aus, dass er das von seinem Opfer für den Geschlechtsverkehr bezahlte Geld zurückhaben wollte – als die Frau das nicht tat, drehte er durch und würgte sie offensichtlich bis zur Bewusstlosigkeit.

Nach der Tat, die jetzt zum zweiten Mal vor dem Landgericht verhandelt wird, ließ der Sudanese die lebensgefährlich verletzte Frau einfach sterbend auf dem Spielplatz liegen – erst am nächsten Morgen entdeckten Bedienstete der niedersächsischen Landeshauptstadt die offensichtlich erdrosselte 63-Jährige. Ein Urteil steht noch aus.

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