Der Historiker Albert Pethö erlebte die linksextreme Gewalt an der Universität Wien gegen Besucher der Vorlesung von Professor Lothar Höbelt hautnah.

Foto: screenshot twitter/ÖH Uni Wien
Linke Gewalt an der Universität Wien: Ein Augenzeugenbericht

Als Hörer historischer Vorlesungen wollte man am 14. Jänner dieses Jahres in den Hörsaal 50 im altehrwürdigen Gebäude der Wiener Universität an der Ringstraße gelangen. Das war bedauerlicherweise dann nicht möglich.

Gastkommentar von Albert Pethö

Man wurde gewaltsam am Eintreten gehindert, mit Eiern beworfen, beschimpft, verhöhnt, fotografiert und bedroht. Universitätsprofessor Lothar Höbelt hätte daselbst die Fortsetzung seiner Ausführungen über die Geschichte der Zweiten Republik beabsichtigt.

Beide Eingänge des Hörsaals waren aber von etwa jeweils 40 großteils Vermummten linken Gewalttätern blockiert, die, wie üblich, ihr unfeines Agieren mit dem Kampf gegen den längst vergangenen „National-Sozialismus“ zu begründen wussten. Dessen Niedertracht und Brutalität vergegenwärtigten sie freilich in anschaulichstem Beispiel.

Vorlesungsbesucher niedergeprügelt und mit Buttersäure übergossen

Ein Herr, der, ebenso couragiert wie unvorsichtig, versuchte, sich durch den Pulk der schick und uniform in schwarz gekleideten und paramilitärisch für den Straßenkampf geübten „Antifaschisten“ einen Weg zum Hörsaal zu bahnen, wurde von ihnen niedergeprügelt. Ein anderer mit Buttersäure übergossen.

Und ja, die Polizei war auch anwesend. Sie hat das Geschehen betrachtet. Die Vermutung ist naheliegend, dass ihr demonstratives Nichteingreifen, während der linke Mob die öffentliche Ordnung außer Kraft setzte, mit Befehlen von „oben“ in Zusammenhang stand.

Kanzler Kurz ignoriert linke Gewalt konsequent

Das schwarz-linksextreme Koalitionsregieren zeigt seine ersten Früchte. Der jugendfrische Volkspartei-Bundeskanzler und sein neuer Volkspartei-Innenminister besuchten am gleichen Tag den, allerdings weitreichend abgekühlten, „Hotspot“ Westbahnhof, um dort, von den Medien begleitet, über die geplanten Verbesserungen der allgemeinen Sicherheit zu schwadronieren.

Sie waren offenkundig am falschen Ort. Auch die angeblich im Internet so sehr bedrohte neue links-außen JustizministerIn, von der Polizei gut beschützt, hätte sich vor jenem Hörsaal 50 über etwas handfestere Bedrohungen ein gutes Bild machen, sich von ihren politischen Freunden vielleicht ja mit Eiern bewerfen und die Nase eindreschen lassen können, mit Buttersäure ein grün-alternatives Körperpflege-Produkt kennenlernend.

Konservative als Freiwild – wie lange noch?

Überdies soll hier das Rektorat der Universität Wien gewürdigt sein. Es ist sehr bezeichnend für die Zustände in der Republik, dass der beste Neuzeithistoriker des Landes seine Vorlesung nicht halten kann, weil er „zu“ konservativ steht (vermutlich eine Frage der Kompetenz) und unangepasste Meinungen äußert, und weil die mit „Gendern“ und dem Abhängen von Kreuzen in den Hörsälen beschäftigte Universitätsleitung einen ungestörten Lehrbetrieb nicht zu gewährleisten imstande ist.

Vom Volkspartei-Bildungsminister sind uns jetzt auch keine Stellungnahmen gegen linke Gewalt-Folklore auf den Universitäten und die Ankündigung von Maßnahmen gegen selbige zur Kenntnis gelangt. Ist im derzeitigen Regierungsprogramm ja auch nicht vorgesehen. Da steht nur etwas vom Kampf gegen den Rechtsextremismus; das ist auch einfacher; „Rechtsextreme“ in Österreich sind höflich und zurückhaltend. Aber vielleicht ist das ein Fehler? Es sieht so aus, dass die Republik die öffentliche Ordnung nicht mehr aufrecht erhalten möchte und jeder mit Übergriffen beliebiger Bandbreite zu rechnen hat, den die Linke zum „Nazi“ ernennt. Es darf daher nicht verwundern, dass die Radikalisierungs- und Gewaltspirale immer weiter zunehmen wird. Die Leidtragenden sind in der Regel anständige Konservative. Fraglich, wie lange man sich dies noch gefallen lässt.

Albert Pethö ist Historiker und Herausgeber der katholisch-konservativen Zeitschrift „Die Weiße Rose“.

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