Die venezolanische Fluglinie Coviasa installiert eine “Geisterfluglinie” zwischen Caracas und Damaskus.

Foto: Aeroprints.com / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Venezuelas Fluglinie Coviasa fliegt Langstreckenflug nach Damaskus

Einen Nonstop-Langstreckenflug von Caracas nach Damaskus möchte die venezolanische Fluglinie Coviasa demnächst starten. Die staatliche Fluglinie des sozialistischen Krisenlandes Venezuela besitzt zwar nur ein einziges Langstreckenflugzeug, – dieses soll jetzt die äußerst ungewöhnliche Transatlantikroute zwischen Südamerika und dem Nahen Osten bedienen.

Sicherheits- und Finanzexperten sehen ihn diesem Projekt weniger eine verkehrspolitische oder touristische Entscheidung, sondern eine die im machtpolitischen Interesse von Staatspräsident Nicolas Maduro und seines auf wackligen Beinen stehenden Regimes ist.

27 Jahre alter Airbus soll 11.500 Kilometer schaffen

Auch das Fluggerät, das für diese Langstrecke eingesetzt werden soll, hat bereits viele Jahre auf dem Buckel. So ist der von Coviasa eingesetzt Airbus A340-200 immerhin bereits 27 Jahre alt. Für die einfache Strecke von 11.500 Kilometer braucht er 15 Stunden. Und diese Route ist für Coviasa überhaupt die einzige Flugverbindung außerhalb des amerikanischen Kontinents.

Geflogen soll einmal wöchentlich hin und retour werden. Pro Passagier sind nur ein Handgepäck und ein Koffer erlaubt. Der Flieger fasst insgesamt 300 Passagiere. Nach einem Aufenthalt von 24 Stunden in Damaskus fliegt dieselbe Crew mit dem Flieger wieder zurück nach Caracas.

Söldner, Waffen und Gold als Transportgut zwischen Caracas und Damaskus?

Beobachter sind sich einig, dass auf dieser Route für normale Passagiere hier wohl wenig Platz und Nachfrage herrschen wird. Vielmehr mutmaßt man etwa auch in CIA-Geheimdienstkreisen, dass vielmehr Söldner, Waffen und Gold als Transportgut zwischen Caracas und Damaskus hin- und hergeflogen werden könnte. Geeignet wäre diese Route für diese Art von Transportgut jedenfalls ausgezeichnet. Bereits 2018/2019 hatte Staatspräsident Maduro Goldreserven, allerdings auf dem Schiffsweg, in die Türkei verbringen lassen. 

Und auf der Buchungsmaske der Coviasa-Airline ist etwa eine individuelle Buchung gar nicht möglich. Vielmehr werden die Sitzplätze und der Stauraum für Transportgut wohl durch die venezolanischen Behörden direkt vergeben.

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