Auf der Insel Lesbos haben 2.000 illegale Migranten mit einem Aufstand gegen die Grenzschutzbehörden begonnen.

Foto: Koutrolm / Wikimedia (PD)
Insel Lesbos: 2.000 illegale Migranten proben den Aufstand gegen Behörden

Die griechische Ägäis-Insel Lesbos wird immer mehr zum Brennpunkt der illegalen Migration aus Kleinasien in Richtung Europa. Aktuell haben rund 2.000 illegale Migranten den Aufstand im Lager Moria geprobt, haben dieses verlassen und sind in Richtung der Inselhauptstadt Mytilini marschiert.

Migranten wollen von Insel nach Mitteleuropa

Von dort erhoffen sich die Migranten offensichtlich die Überfuhr auf griechisches Festland, von dem sie dann weiter über die Balkanroute nach Mitteleuropa, vor allem Österreich und Deutschland, ziehen wollen.

Mittlerweile haben Sondereinheiten der griechischen Grenzschutzpolizei die Straßen zwischen Moria und Mytilini mit Straßensperren blockiert, um die illegalen Migranten aufzuhalten und ins Lager zurückzudrängen. Bei der Straßenblockade durch die Sicherheitskräfte soll auch Tränengas gegen militante Migranten eingesetzt worden sein.

Griechisches Asylgesetz soll Illegale schneller abfertigen

Seit dem 1. Jänner 2020 ist ein neues griechisches Asylgesetz in Kraft, auf dessen Grundlage Verfahren generell schneller abgewickelt werden sollen und jene Illegalen, die keinerlei Asylgrund oder sonstigen Rechtsschutz genießen, unmittelbar wieder in die Herkunftsländer, hier besonders  die Türkei, zurückgeschickt werden.

Aktuell sollen sich mehr al 40.000 illegale Migranten auf den Ägäis-Inseln befinden, die auf ein Verfahren oder die Überfuhr auf das Festland warten. Sind sie erst einmal auf dem griechischen Festland, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis es ihnen gelingt, die Balkanroute zu nehmen und in Richtung Mitteleuropa “weitergeschleppt” zu werden.

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