Die Islamische Glaubensgemeinschaft fordert einen größeren Gebetsraum am Flughafen Wien-Schwechat. Die FPÖ erteilt dieser Forderung eine Absage.

Foto: Antonio Melina/Agencia Brasil / Wikimedia (CC BY 3.0 BR)
“Müssen vor der Tür beten”: Moslems fordern größeren Gebetsraum am Flughafen Wien-Schwechat

Mit einer dreisten Forderung lässt wieder einmal die Islamische Glaubensgemeinschaft Österreich (IGGÖ) aufhorchen. Deren Präsident Ümit Vural fordert nämlich einen größeren Gebetsraum für Moslems am Flughafen Wien-Schwechat.

Größerer Gebetsraum für Moslems – Flughafen prüft

Im Flughafen gibt es derzeit drei Andachtsräume, die Gläubigen aller Konfessionen offen stehen. Gläubige Moslems fordern hier allerdings eine Sonderbehandlung. Denn aufgrund des zunehmenden Andrangs bei den Freitagsgebeten, müssten die Gläubigen mittlerweile mit ihren Gebetsteppichen vor der Türe des moslemischen Andachtraumes beten.

Ein Zustand, den die IGGÖ so nicht länger hinnehmen will. Sie hat sich daher an das Flughafenmanagement gewandt und einen zusätzlichen Raum oder eine Vergrößerung des bestehenden gefordert. Dort hat man scheinbar auch ein offenes Ohr für die Forderungen der Moslems: Man prüfe mögliche Lösungen, heißt es.

FPÖ: Flughafen ist keine Gebetshalle

In einer ersten Reaktion, wies FPÖ-Verkehrssprecher Christian Hafenecker die Forderungen der IGGÖ nach einem größeren Gebetsraum am Flughafen Wien-Schwechat scharf zurück. Der Flughafen sei eine infrastrukturelle Großeinrichtung und keine Gebetshalle, man werde daher nicht zulassen, dass es hier für einzelne Religionen Extrawürste gebe.

Folgen moslemische Gebetsräume an Bahnhöfen und Busterminals?

Sinngemäß fragt Hafenecker daher auch, ob als nächstes Forderungen nach moslemischen Gebetsräumen in Bahnhöfen, Busterminals und Straßenbahnstationen erhoben werden.

Ebenso verweist der FPÖ-Politiker auf die fehlenden Gebetsräume für Christen in vielen Flughäfen moslemischer Länder:

Ich kann mich nicht erinnern, irgendwo in einem muslimischen Land einen Gebetsraum für Christen entdeckt zu haben und schon gar nicht in jenem Ausmaß wie in Wien.

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