Thomas Kemmerich (FDP) war keine 24 Stunden Ministerpräsident von Thüringen.

Foto: Sandro Halank / wikimedia.org (CC BY-SA 4.0)
Nach linkem Amoklauf in Thüringen – Ministerpräsident Kemmerich gibt auf

Knalleffekt in Thüringen: Nach weniger als 24 Stunden im Amt tritt FDP-Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich schon wieder zurück. Die Thüringer FDP-Fraktion erklärte:

Thomas L. Kemmerich will damit den Makel der Unterstützung durch die AfD vom Amt des Ministerpräsidenten nehmen.

Ende der rot-rot-grünen Herrschaft

Der kluge Schachzug der AfD unter Wahlsieger Björn Höcke hatte nicht nur den FDP-Politiker zum Ministerpräsidenten von Thüringen gemacht, er bedeutete vor allem das Aus der rot-rot-grünen Herrschaft in der Landeshauptstadt Erfurt. Das machte die vereinigten Linken, egal ob in der Politik oder in den Medien, rasend und zornig.

Wie auf Knopfdruck ließen sie wenige Stunden später in Jena, Weimar, Gera, Saalfeld, Erfurt, aber auch in Berlin, Leipzig und Hamburg Demonstranten aus Protest dagegen aufmarschieren. Die Demonstranten von der Grünen Jugend, den Jusos, der Linksjugend Solid und Fridays for Future fanden die Wahl „unglaublich“, „fürchterlich“, „schrecklich“. Dass der FDP-Politiker auch von der AfD gewählt worden war, sei ein „Dammbruch“, ein „Tabubruch“, ja ein „Zivilisationsbruch“.

Motto: Nur wenn ein Linker gewinnt, ist es Demokratie.

Ganz vorne lief etwa in Jena der „Antifa“-Block mit, den „den rechten Konsens brechen“. Kein Thema für die Tugendwächter aus Politik und Medien. Für Martin Schulz, den glücklosen Kurzzeit-SPD-Chef, waren gestern, Mittwoch, bei der ZDF-Talkshow des Südtirolers Markus Lanz zum Thema Linksextremismus „ein paar brennende Mülltonnen kein Problem“. Von einer demokratischen Entscheidung, die als Demokratiebefürworter auch dann zu akzeptieren ist, wenn das Ergebnis missfällt, war nicht die Rede.

Weil das fehlende demokratische Verhalten gar so offensichtlich ist, fragte Deniz Yücel in der Welt:

Aber muss man sich als Demokrat nicht mit dem Ergebnis abfinden, wenn ein demokratisch gewählter Landtag in demokratischer Wahl einen Ministerpräsidenten wählt?

Und gibt sich und der Welt gleich selbst die Antwort: „,Nein´, findet Philipp Gliesing, der für die Linke im Jenaer Stadtrat sitzt.“

Yücel ist übrigens jener Journalist, der monatelang in einer türkischen Gefängniszelle einsitzen musste, weil es der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, mit dem Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr als eng zusammenarbeitet, so wollte. Was er getan hatte? Seine Meinung geschrieben.

Blumenszene als AfD-Wahlkampfhilfe

Darum, dass gestern ein unbescholtener FDP-Politiker zum Ministerpräsidenten gewählt worden war, ging es dem polit-medialen Establishment gar nicht. Mit dem Ausgang der gestrigen Wahl des Ministerpräsidenten hatte das polit-mediale Establishment seine Macht und seinen Einfluss verloren. Die Marschrichtung war daher klar: die Macht so schnell wie möglich wieder gewinnen. Mit seinem Rücktritt macht Kemmerich den Weg dorthin frei, mit ihrer Begründung die FDP die Rückkehr zur linken Machtausübung in Thüringen wahrscheinlich.

Die AfD wird sich auf Neuwahlen einstellen, denn sie hat ihre demokratische Grundausrichtung bewiesen. Nicht so die linken Parteien und die CDU. Zudem sind Bilder wie die verweigerte Blumenstraußüberreichung von Linken-Chefin Susanne Henning-Wellsow an Kemmerich sehr gut geeignet, unentschlossene Wähler zwischen den Blöcken für die rechte Seite zu gewinnen.

Kemmerich

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