Der Stuttgarter Automobil-Großkonzern Daimler will 15.000 Stellen abbauen – und hetzt gegen “rechte” Gewerkschafter (Symbolbild: Daimler-Werk Sindelfingen).

Foto: Iggy-x / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0-migrated)
Daimler streicht 15.000 Jobs – wo bleibt Aufschrei linker Gewerkschafter?

Während sich die Linken Thüringen kapern, die einstmals bürgerlichen Parteien mit Unterstützung Angela Merkels und der Mainstreammedien vor sich hertreiben und die Demokratie mit Füßen treten, geht es mit der Wirtschaft in Deutschland immer mehr bergab. So hat nun der Autobauer Daimler laut jüngsten Medienberichten seinen Sparkurs noch weiter verschärft. Offensichtlich möchte der Konzern, anders als bisher angekündigt, nicht um die 10.000 Stellen streichen, sondern bis zu 15.000 Mitarbeiter über Abfindungen, Frühpensionierungen und Altersteilzeit loswerden. Durch diese Entlassungen dürfte Daimler mehr als 1,4 Milliarden Euro sparen. Daimler-Chef Ola Källenius will die Ausweitung des Sparpakets nach jetzigem Stand auf der Bilanzpressekonferenz am morgigen Dienstag offiziell ankündigen. Er will zudem die Investitionen in verlustbringende Projekte abseits des Kerngeschäfts zurückfahren.

Gegen Rechts und gegen die Arbeiter

Wie sehr die Führung des Großkonzerns gegen die einfachen Arbeiter ist, hatte sie bereits im vergangenen Jahr bewiesen, als Daimler-Vorstandschef Källenius sogenannte “rechte Umtriebe” im Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim kritisiert hatte. In einer auf deutsch und englisch veröffentlichten Erklärung schrieb er: “Daimler ist nicht nur ein Innovations- und Jobmotor, sondern auch ein Motor für Integration. Wir sind so divers wie unsere Kunden. Diese Vielfalt macht uns stark. Deshalb haben Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz bei uns keinen Platz.”
Damit reagierte Källenius damals öffentlich auf ein Video der Gruppierung “Zentrum Automobil”, die sich selbst als “unabhängige Gewerkschaft” bezeichnet. In dem Video kritisierte die Gruppe die Entlassung von zwei Daimler-Beschäftigten als “völlig absurd”. Natürlich hat Daimler kein Problem mit abhängigen, linken Gewerkschaften, mit denen sie ja eng verbandelt sind. Aber wehe, jemand gründet eine eigene Gewerkschaft; dann ist er gleich ein böser Rechter und wird bekämpft.

Immer nach unten treten

Die Entlassung von 15.000 Arbeitern zeigt einmal mehr, wie es bei den Großkonzernen läuft. Nach oben katzbuckeln, nach unten treten. Freilich könnten die Führer von Daimler auch auf einen Teil ihrer Spitzengehälter verzichten, um die 1,4 Milliarden zu sparen, aber das wird wohl nicht passieren. Stattdessen werden massenhaft Mitarbeiter entlassen, und gegen unabhängige Gewerkschaften wird gehetzt, während sich die linken Gewerkschaften einen Dreck für die Entlassenen interessieren. So sagte Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht, Rechtsextremismus habe bei Daimler nichts zu suchen. Wobei ja inzwischen alles als “rechtsextrem” gilt, was nicht die ultralinke Politik einer Angela Merkel bejubelt. In Deutschland gehören Brecht zufolge bei Daimler elf von insgesamt 755 Betriebsräten der Gruppe “Zentrum Automobil” an. Das seien “für meinen Geschmack elf Personen zu viel”. Aber die “überwältigende Mehrheit” der Betriebsräte stelle sich gegen rechts. Klar, sie gehören ja auch entweder zu den linken Gewerkschaften, oder halten lieber den Mund, damit sie nicht auf der Liste der 15.000 bald Entlassenen landen.

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