Die deutsche CDU ist in einer massiven Werte- und Führungskrise nach der Causa Thüringen und dem Rücktritt von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer .

Foto: Thomas Riehle / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0-DE)
CDU-Werteunion macht Front gegen christdemokratischen Linkskurs

Der Wahlkrimi rund um das Amt des thüringischen Ministerpräsidenten droht für die deutschen Christdemokraten zu einem Mega-Debakel zu werden. Jetzt begehrt die konservative Werteunion innerhalb der CDU auf. Der von Bundeskanzlerin Angela Merkel und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erzwungen Rücktritt des FDP-Manns Thomas Kemmerich aus dem Regierungsvorsitz in Thüringen, reißt tiefe Gräben in die CDU/CSU-Reihen im gesamten Bundesgebiet.

Werteunion-Vorsitzender Alexander Mitsch drohte der CDU, dass diese in Zukunft ohne die Konservativen in ihren Reihen keine Wahlen mehr in Deutschland gewinnen werde. Man habe im Gegenteil in der Vergangenheit wegen der Vernachlässigung des konservativen Flügels bei den Christdemokraten Wahl um Wahl verloren, so Mitsch.

Linker CDU-Flügel möchte Werteunion aus Partei verbannen

Der linke CDU-Flügel hat den Fehdehandschuh der Werteunion aufgenommen und möchte diese sogar aus der Partei verdrängen. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) attackiert die Konservativen und verkündete, dass ein Bekenntnis zur Werteunion eine Beleidigung für alle CDU-Mitglieder sei.

Für den CDU-Ministerpräsidenten würde es keine Werteunion brauchen. Andere linke CDU-Exponenten sehen sogar eine Unvereinbarkeit zwischen einer CDU-Mitgliedschaft und einer Mitarbeit bei der Werteunion. Inzwischen ist die CDU in Thüringen im freien Fall. Und die AfD würde bei kommenden Landtagswahlen bereits rund doppelt so viele Stimmen erzielen wie die Christdemokraten.

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