Ein Wahlkampfmitarbeiter aus dem Team von Bernie Sanders (Bild) ruft in einem Video öffentlich zu Gewaltexzessen gegenüber Trump-Wählern, Reichen und Medien auf.

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Bernie Sanders´ Wahlkampfteam: Umerziehungslager, brennende Städte und Gulag für Trump-Wähler

Der linke US-Senator Bernie Sanders ist als Sieger aus den Vorwahlen der Demokraten in New Hampshire hervorgegangen. Er konnte sich knapp gegen Pete Buttigieg, den Überraschungssieger aus Iowa, durchsetzen.

„Dieser Sieg ist der Anfang vom Ende für Donald Trump“, tönte Sanders nach Bekanntwerden des Ergebnisses.

Präsident Donald Trump wiederum konnte, wie schon in Iowa, die Vorwahl der Republikaner klar für sich entscheiden.

Für Aufsehen sorgte kürzlich ein vom „Project Veritas“ veröffentlichtes Video. Mit versteckter Kamera wurde ein Wahlkampfmitarbeiter aus Bernie Sanders´ Team gefilmt, als er die „Umerziehung“ von Trump-Unterstützern in Gulags forderte und davor warnte, dass die Stadt Milwaukee „brennen“ würde, sollte Sanders nicht von den Demokraten nominiert werden. In Milwaukee findet heuer der Parteitag der Demokraten statt. Dort wird der Präsidentschafts- und Vizepräsidentschaftskandidat nominiert.

Gegen Trump-Wähler, Milliardäre, Liberale, Medien und die Clintons

Das Video brachte die Wahlkampagne von Bernie Sanders in Erklärungsnöte. Scheinbar gibt es in seinem Wahlkampfteam ein massives Problem mit Linksextremismus.

Der gefilmte Wahlkampfmitarbeiter Kyle Jurek spricht nicht nur offen über Revolution und Terrorherrschaft, sondern auch von brennenden Städten („Verfickte Städte werden brennen“), sollte Trump wiedergewählt werden, über Gulags für die „Milliardärsklasse, die verfickten Medien, die Experten.“

„Ich will in die Studios von scheiss MSNBC reingehen und die Hurensöhne einfach nur an den Haaren herauszerren und sie auf der Straße anzünden.“ Liberale will er in die Gulags schicken bzw. als „Erstes an die Wand stellen“.

Jurek schlug die Verwendung von Gulags auch für die “Umerziehung” von Trump-Anhängern vor, lobte die politischen Arbeitslager. Er sagte, Gulags seien missverstanden worden und tatsächlich „viel besser” als beschrieben.

„Es gab einen Grund, warum Joseph Stalin Gulags hatte, oder?” sagte Jurek. „Tatsächlich waren Gulags viel besser als das, was die CIA uns gesagt hat. Als ob die Leute tatsächlich einen existenzsichernden Lohn in Gulags bekamen, sie hatten eheliche Besuche in Gulags, Gulags waren eigentlich für eine ähnliche Umerziehung gedacht.”

Auch die Clintons stehen auf der Abschussliste. So sinniert Jurek darüber, dass man sie über Terrorherrschaft in den Selbstmord treiben möchte.

In Europa hört man freilich wenig

Bernie Sanders ist in den USA, aber auch in Europa für die politische Linke eine Art Hoffnungsträger. Er bezeichnet sich selbst als „demokratischer Sozialist“ und wird hierzulande deswegen oftmals als Sozialdemokrat wahrgenommen.

So wünschte sich zum Beispiel der ehemalige rote Kanzlerkandidat Peer Steinbrück für die SPD einen „Chef wie Bernie Sanders.“ Auch hierzulande zollte eine Rote dem Amerikaner Respekt. In einem Kurier-Interview aus dem Jahr 2018 sagte die nunmehrige SPÖ-Nationalratsabgeordnete Julia Herr: „Das bringt langfristig Respekt. Leute wie Bernie Sanders in den USA sind deshalb so erfolgreich, wie sie ihr Leben lang dieselbe Meinung vertreten haben, auch wenn es gegen das eigene Parteiestablishment ging.“

Die Medien in Europa überschlagen sich nach dem Sieg Sanders’ bei den Vorwahlen in New Hampshire vor Freude und sehen in ihm den Herausforderer, der Donald Trump schlagen wird.

Sein Team dahinter verschweigt man lieber. Es verwundert kaum, dass man über die extremistischen Auswüchse in seinem Wahlkampfteam nichts hört. Wenn es gegen den „Erzfeind“ Donald Trump, geht, ist offensichtlich jedes Mittel recht. Während jeder Tweet, jedes Wort, jeder Blick und jede Geste des amtierenden Präsidenten der USA kritisch und oftmals abfällig kommentiert wird, finden die Forderung nach politischen Arbeitslagern, Terrorherrschaft und Gewalt in hiesigen Systemmedien keinen Niederschlag. Linksextremismus wird, wie so oft, stiefmütterlich behandelt und als aufgebauschtes Problem abgetan.

Weitere Aufnahmen aus Sanders’ Team folgen

Das „Project Veritas“ hat angekündigt, weitere Filmausschnitte aus Sanders’ Wahlkampfteam zu veröffentlichen. Man darf gespannt sein, ob die Forderungen nach einem Gulag für Trump-Anhänger, Gewalt gegen die Polizei und die Ankündigung, dass Städte brennen werden, sollte Sanders nicht nominiert werden, noch übertroffen werden können.

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