Die Spende des Chefs der Werteunion dürfte nicht nur innerhalb der CDU für neuen Zündstoff sorgen.

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Chef der CDU-Vereinigung “Werteunion” spendete Geld an die AfD

Die Werteunion ist eine konservative Vereinigung von Mitgliedern der CDU und CSU. Sie fordern ein Ende des Merkel-Kurses, ihnen wird eine Nähe zur AfD nachgesagt. Nun wird bekannt, dass der Chef der Werteunion sogar Geld an die AfD spendete.

CDU Nachfolge völlig offen

In der CDU tobt der Machtkampf. Nachdem Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer ihren Rückzug angekündigt hat, sind wieder alle Karten neu gemischt. Wer neuer Parteivorsitzender und damit auch vermutlich Kanzlerkandidat wird, ist offen. Die Partei spaltet sich dabei in zwei Lager. Auf der einen Seite ist der von Merkel unterstützte „Kurs der Mitte“. Dieser hat die CDU stark nach links geöffnet. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) forderte sogar zuletzt offen eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei. Eigentlich war Kramp-Karrenbauer die Kandidatin dieses Lagers. Wer nachfolgen wird, ist unklar. Als mögliche Favoriten gelten der homosexuelle Gesundheitsminister Jens Spahn oder der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet.

Werteunion gewinnt an Einfluss

Auf der anderen Seite steht die „Werteunion“. Diese Vereinigung umfasst nur 4.000 der mehr als eine halbe Million Mitglieder von CDU und CSU. Doch die kleine Truppe findet großen Anklang. Sie fordert eine Rückbesinnung auf christlich-konservative Werte. Sie liebäugelt mit der Zusammenarbeit mit der AfD. Ihr Favorit als CDU-Chef wäre Friedrich Merz. Der parteiinterne Erzfeind Merkels hat letztes Jahr in der Wahl um den Vorsitz nur knapp gegen Kramp-Karrenbauer verloren. Dies zeigt, wie stark der Einfluss der Werteunion inzwischen ist. Auch bekennen sich gerade in Mitteldeutschland einige Landtagsabgeordnete zu dieser Vereinigung.

Spende an die AfD

Von der restlichen Partei wird die Werteunion natürlich bis aufs schärfste bekämpft. Zuletzt hatte Elmar Brock, Mitglied im Bundesvorstand der CDU, gefordert, dass die Werteunion auf die Unvereinbarkeitsliste der CDU kommt. Nun fließt neues Öl ins Feuer. Denn wie die Bild berichtet, hat der derzeitige Chef der Werteunion, Alexander Mitsch, sogar Geld an die AfD gespendet! Es handelt sich dabei zwar „nur“ um 120 Euro, und die Spende ist schon sechs Jahre her. Doch sie hat eine gewaltige symbolische Wirkung. Jede Distanzierung der Werteunion gegenüber der AfD erscheint nun noch unglaubwürdiger.

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