Wer heutzutage den Islam kritisiert, riskiert viel: Polizeischutz, Wohnungswechsel, Schulwechsel – das alles erlebt ein 16-jähriges Mädchen derzeit in Frankreich.

Foto: JosvdV / pixabay.com
Nach Islam-Kritik: Macron nimmt Schülerin vor Moslems in Schutz

Dass Islamkritik in Europa lebensgefährlich ist, erlebt derzeit die 16-jährige Schülerin Mila O. im Osten Frankreichs. Das sich als homosexuell bekennende Mädchen hatte im Jänner ein Video auf ihrem Instagram-Profil veröffentlicht, worin sie den Koran als Hassreligion bezeichnete. Sie reagierte damit nach eigenen Angaben auf einen Moslem, der sie als „dreckige Lesbe“ beschimpft hatte. Ihre Kritik am Islam machte sie dabei mit derben Ausdrücken kund.

Morddrohungen und Rassismus-Anklage

Das genügte, sowohl den Moslems in Frankreich, als auch dem linken Establishment. Mila sah sich Morddrohungen und Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft der Stadt Vienne im Departement Isère leitete gar ein Verfahren wegen „Anstiftung zum Rassenhass“ gegen das Mädchen ein.

Doch die Schülerin gab nicht klein bei. Sie berief sich auf das „Recht zur Gotteslästerung“, das Frankeich seit der Revolution von 1789 durch die Abschaffung des Delikts der „Blasphemie“ gewährt, und blieb bei ihrer Islam-Kritik. Sie entschuldigte sich lediglich für die „Vulgarität“ ihrer Ausdrucksweise.

Staatspräsident nimmt Stellung

Aus Sicherheitsgründen musste die Schülerin unmittelbar nach dem Instagram-Auftritt ihren Wohnort wechseln, kann ihre Schule nicht mehr besuchen und lebt seither in Angst.

Nun hat sich überraschenderweise Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit dem Mädchen solidarisiert:

Die Gesetzeslage ist klar: Wir haben das Recht auf Gotteslästerung.

Macron hob gegenüber der Zeitung Le Dauphiné Libéré hervor, dass das französische Gesetz auch die Freiheit zulasse, „Religionen zu kritisieren und zu karikieren“.

Angst bleibt

Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen Mila O. wegen „Anstiftung zum Rassenhass“ eingestellt. Ob die „Angelegenheit“ für das Mädchen damit beendet ist, darf bezweifelt werden. In Frankreich leben rund fünf Millionen Moslems. Und die Islamisten weltweit haben viel Zeit und vergessen nicht. Der islam-kritische Autor Salman Rushdie muss auch mehr als drei Jahrzehnte nach dem Erscheinen seines Buches “satanische Verse” noch um sein Leben fürchten.

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