Die CDU (Bild: Bundesgeschäftsstelle in Berlin) verliert nun einen weiteren Politiker, der die Partei hätte retten können.

Foto: Thomas Riehle / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0-DE)
CDU-Höcker tritt nach Morddrohungen von allen Ämtern zurück

Der konservative Kölner Medienanwalt Ralf Höcker hat wegen Anfeindungen und Drohungen alle seine politischen Ämter niedergelegt und ist aus der CDU sowie der Unterorganisation „WerteUnion“ ausgetreten. Er war Pressesprecher der „WerteUnion“. Auf Facebook teilte der 49-Jährige mit, in seiner Kanzlei hätten ihn anonyme Morddrohungen erreicht. Konkret schreibt er:

„Konsequenzen“ angedroht, wenn er nicht zurücktritt

Ich habe mich eben mit folgendem Text von meinen Freunden in der WerteUnion verabschiedet und bin ab sofort nur noch Privatmann.
RÜCKTRITT
Wir alle haben hautnah mitbekommen, was in den letzten Tagen passiert ist: Über uns werden übelste Falschbehauptungen und heute sogar gefälschte WU-Memes verbreitet, man schnüffelt unser Privatleben aus und man verfügt erstaunlicherweise über die notwendigen Mittel und Möglichkeiten dies zu tun. Wir sind das Ziel einer konzertierten Verleumdungs- und Beleidigungsaktion. Mir persönlich wurde mittels einer gefälschten Bestellung unterstellt, ich hätte bei einem rechtsradikalen Onlineshop Waffen gekauft. In meiner Kanzlei haben mich anonyme Morddrohungen erreicht. Schon vor längerer Zeit haben Unbekannte mich unter meiner Wohnanschrift „besucht“ und die Kölner Antifa hat gegen mich persönlich demonstriert.
All das ist halb so schlimm.
Als Anwalt, der auf Krisensituationen spezialisiert ist, bin ich es gewohnt, im Feuer zu stehen und habe ein dickes Fell. Schon vor längerer Zeit habe ich eine ganze Reihe von Maßnahmen zum Schutz meiner Familie getroffen, denn in wenigen Wochen werde ich zum ersten Mal Vater. Was ich allerdings heute erlebt habe, toppt alles. Mir wurde vor zwei Stunden auf denkbar krasse Weise klar gemacht, dass ich mein politisches Engagement sofort beenden muss, wenn ich keine „Konsequenzen“ befürchten will. Die Ansage war glaubhaft und unmissverständlich. Ich beuge mich dem Druck und lege mit sofortiger Wirkung alle meine politischen Ämter nieder und erkläre den Austritt aus sämtlichen politischen Organisationen. Ich habe die LSU und die WerteUnion mit aufgebaut. Auf beides bin ich stolz. Jetzt geht es für mich nicht weiter. Das schmerzt mich sehr. Mein Entschluss steht dennoch fest. Ich brauche jetzt ein paar Tage Ruhe, stehe aber in den laufenden Presseangelegenheiten weiter mit meinem Rat zur Verfügung. Bitte versucht nicht, mich umzustimmen oder Näheres in Erfahrung zu bringen. Beides bringt nichts. Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute! Passt gut auf Euch auf, wir leben in stürmischen Zeiten!

„WerteUnion“ unter Beschuss

„WerteUnion“-Chef Alexander Mitsch bestätigte laut der Jungen Freiheit, dass die Vereinigung am Samstag ein außerordentliches Bundestreffen veranstalten werde. Auf diesem möchten die Mitglieder das weitere Vorgehen besprechen. Seit der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen war die WerteUnion parteiintern heftig unter Beschuß genommen, weil sie die Wahl des FDP-Politikers zum Regierungschef mit den Stimmen der AfD gelobt hatte. Der CDU-Politiker Elmar Brok drohte mit Parteiausschlüssen und bezeichnete die Organisation als ein „Krebsgeschwür“, das man „mit aller Rücksichtslosigkeit“ bekämpfen müsse. Ob er deswegen wegen „Hassrede“ angezeigt oder als „geistiger Brandstifter“ medial zur Rechenschaft gezogen wird, ist derzeit noch unklar. Der Rücktritt von Ralf Höcker zeigt jedoch, dass roter Terror eine Wirkung hat. Die Linksradikalen werden sich nun bestätigt fühlen, zumal ein medialer Aufschrei bisher ausblieb.

CDU Zentrale Berlin

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