Die Kirchen setzen sich für das Klima ein, aber ihre Führer legen ihre Kreuze bei jeder Gelegenheit ab.

Foto: Luidger / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Kirche biedert sich Demokratie an und verwehrt gleichzeitig AfD-Mitgliedern Leitungsaufgaben

Die evangelischen Landeskirchen haben zusammen mit katholischen Bistümern zum Fasten für das Klima aufgerufen. Nicht etwa zum Fasten für Gott, Jesus Christus oder den Glauben an sie. Nein, einfach nur für das Klima. Denn ihres Erachtens verursache der Klimawandel Leiden und gefährde das Leben von Menschen, Pflanzen und Tieren, heißt es in einer eigens für die Fastenwochen herausgegebenen Broschüre. „So viel du brauchst“ ist das Heft betitelt. Ziel der Aktion, die auch vom Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz unterstützt wird, sei es, „in der Gemeinschaft das Leben klimafreundlicher zu gestalten“. Die Kirchen riefen bereits in den vergangenen Jahren zum Fasten für das Klima und den Verzicht auf das Auto auf.

Systemrelevant und feige

Sie verhalten sich damit wieder einmal systemtragend, so wie sie es schon im Dritten Reich und in der DDR taten. Anstatt weltfremden Ideologien entgegenzutreten und das Wort Gottes zu verkünden, wird falschen Götzen wie der „Klima-Ikone“ Greta hinterhergehechelt. Gleichzeitig legen die Kirchenführer Reinhard Marx und Heinrich Bedford-Strohm im Heiligen Land ihre Kreuze ab, sobald es von ihnen scheinbar gefordert wird. Interessant daran war damals auch, dass dies laut einem israelischen Bericht gar nicht gefordert wurde, was nur den Schluss zulässt, dass die beiden auch noch gelogen und von sich aus die Symbole ihres Glaubens verleugnet haben. Ob aus Feigheit vor anwesenden Moslems, oder aus „politischer Korrektheit“ ist nicht bekannt.

Hetze gegen die AfD

Sowieso scheint der Glaube an den einen Gott für diese Leute keine allzu große Rolle zu spielen; anders als für die vielen Gläubigen, die zum Teil noch Kirchensteuern zahlen. Aber für die Amtskirche scheint nur noch Politik wichtig zu sein; natürlich nur in eine Richtung. So dürfen AfD-Mitglieder im Bistum Münster seit Neuestem keine Leitungsaufgaben im Kirchendienst mehr übernehmen. Denn ein aktives Eintreten für die AfD widerspreche angeblich den Grundwerten des christlichen Menschenbilds und damit dem „Sendungsauftrag“ der Kirche, sagte der Generalvikar des Bistums Münster, Klaus Winterkamp. Wie die Kirche ein christliches Menschenbild vertreten will, wenn ihre Führer bei der erstbesten Gelegenheit ihren Glauben verleugnen, erklärte er leider nicht. Stattdessen sagte Winterkamp: „Ich halte es für unmöglich, dass eine Leiterin einer Kindertageseinrichtung, ein Referent im Bischöflichen Generalvikariat oder ein Caritas-Geschäftsführer aktives AfD-Mitglied sein kann.“

Wer oder was ist „demokratiefeindlich“?

Eigentlich sollte ihm als gläubigem Christen klar sein, dass nichts unmöglich ist. Wunder gibt es bekanntlich immer wieder. Aber anscheinend nicht für ihn, denn er begründete seine Aussagen mit der angeblich „demokratie- und menschenverachtenden Politik“ von Teilen der AfD. „Ob meine Meinung zu dieser Frage vor einem Arbeitsgericht Bestand hat, weiß ich nicht. Ich spreche hier als Theologe, der auch für den Sendungsauftrag der Kirche steht“, gab Winterkamp immerhin zu. In Münster gebe es derzeit keine solchen Fälle, ergänzte der Kirchenfunktionär. Ganz abgesehen davon dass die Behauptung, die AfD sei „demokratiefeindlich“, von ihm in keinster Weise belegt wurde, wurde auch nicht die Frage gestellt, was es die Kirche in einem Land, wo Kirche und Staat von Gesetz wegen getrennt sind, eigentlich angeht, ob jemand Demokrat ist, oder nicht?

Stoff für Diskussionen

Der Umgang mit AfD-Mitgliedern in kirchlichen Ämtern und Posten sorgt regelmäßig für Diskussionen. Vor Weihnachten machte etwa die Wahl eines JA-Mitglieds („Junge Aktion“) in den Pfarrgemeinderat in Potsdam Schlagzeilen. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) warnte, es gebe in der katholischen Kirche „rechte Stimmen“ und „katholische Geistliche“, die sich positiv über die AfD äußerten. „Wir als große demokratische Mehrheit können uns nicht scharf genug dagegen abgrenzen“, hieß es von dort. Die Frage, ob die demokratische Staatsform überhaupt mit dem christlichen Glauben vereinbar ist, wagte von diesem „Zentralkomitee“, was übrigens ein kommunistischer Begriff ist, niemand zu stellen.

Kirchliche Zeitgeist-Anbiederung

Immerhin heißt es in der Bibel: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“ und nicht „Gebt der Kanzlerin…“. Zudem hatte beispielsweise die evangelische Kirche Preußens jahrhundertelang die preußischen Könige und deutschen Kaiser als ihre Öberhäupter; ähnlich wie die angelikanische Kirche von England. Und der Vatikan ist faktisch eine absolute Wahlmonarchie. Und ob es im Sinne des Gottes, der erst Saul und später David zu Königen von Israel ernannte, ist, wenn die Kirchen einen auf „demokratisch“ machen, darüber scheinen die Theologen nicht allzu sehr nachzudenken. Stattdessen übt man sich in Zeitgeist-Anbiederung und Hetzerei gegen die AfD.

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