Die österreichische Staatsbürgerschaft wurde 2019 mehr als 10.000 Mal verliehen.

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Anstieg bei Einbürgerungen: Tausende Fremde wurden Staatsbürger

Nicht nur die Bevölkerung in Österreich ist im letzten Jahr durch die anhaltende Masseneinwanderung dramatisch gewachsen, auch bei den Einbürgerungen kam es zu einem regelrechten Ansturm auf die österreichische Staatsbürgerschaft: 2019 erhielten 10.606 die Staatsbürgerschaft, das sind mehr als zwölf Prozent mehr als im Jahr 2018.

Mehrheit der “Neubürger” im Ausland geboren

Von den über 10.000 neuen Staatsbürgern sind die meisten nicht in Österreich geboren: Gerade einmal 35,1 Prozent der im letzten Jahr eingebürgerten Personen kamen hierzulande zur Welt, 106 wohnten sogar gleich im Ausland.

Dass die Anzahl der Einbürgerungen jedes Jahr wächst, ist keine neue Entwicklung: Bereits seit 2011 ist dieser Trend zu beobachten. Zwar wurden in den letzten Jahren immer deutlich weniger Staatsbürgerschaften verliehen als im Jahr 2003, das mit 45.112 Einbürgerungen einen fragwürdigen Rekord aufstellte, seit 2011 wird die österreichische Staatsangehörigkeit jedoch von Jahr zu Jahr attraktiver, wie die Zahlen der Statistik Austria belegen. Wurden die Rechte und Pflichten als Staatsangehörige der Republik im Jahr 2010 gerade einmal 6.190 Menschen zugestanden, waren es nur ein Jahr später schon 6.754. Die Einbürgerungsrate, also der Anteil der Personen an allen in Österreich lebenden ausländischen Staatsbürgern, lag im vergangenen Jahr bei 0,7 Prozent.

Staatsangehörigkeit bei Bosniaken, Türken und Russen beliebt

Mehr als elf Prozent (1.183 Personen) der neuen Staatsbürger des Jahres 2019 stammen aus Bosnien und Herzegowina. Die Osteuropäer aus dem ehemaligen Jugoslawien stellten damit die größte Gruppe der eingebürgerten Personen, gefolgt von den serbischen (1.008 Personen), türkischen (912), kosovarischen (688) und russischen Aspiranten (464).

Am meisten neue “Österreicher” bekamen im vergangenen Jahr die Länder Salzburg, Steiermark und Oberösterreich ab: In Salzburg wurde gleich 47,2 Prozent mehr Personen die Staatsbürgerschaft verliehen als noch im Jahr 2018, in der Steiermark wurde ein Zuwachs von 38,2 Prozent und in Oberösterreich einer von 27,2 Prozent verzeichnet, in Tirol war es noch ein Plus von zwölf Prozent. Auch in Wien und im Burgenland wurde kräftig eingebürgert, nur in Niederösterreich und Kärnten wurde die österreichische Staatsbürgerschaft weniger oft verliehen als im Jahr 2018.

FPÖ fordert Verschärfung des Staatsbürgerschaftsrechts

Besorgt über den anhaltenden Trend zur leichtfertigen Vergabe der Staatsbürgerschaft zeigte sich der freiheitliche Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer. Er befürchtet unter der schwarz-grünen Bundesregierung eine neue Einbürgerungswelle und fordert, die Einbürgerungsexzesse durch eine Reform des Staatsbürgerschaftsrechts zu begrenzen:

Aufgrund der enormen Massenzuwanderung unter dem Deckmantel des Asylrechts in den Jahren 2015 und 2016 ist zu befürchten, dass die Zahl an Staatsbürgerschaftsanträgen in naher Zukunft noch weiter ansteigen wird. Es ist nur dem freiheitlichen Innenminister Herbert Kickl zu verdanken, dass etwa die Mindestwartefrist für die Staatsbürgerschaft bei Asylberechtigten auf zehn Jahre angehoben wurde, davor waren es sechs Jahre. Das frühzeitige Ende der türkis-blauen Regierung hat aber den weiteren Weg beendet. Nun ist durch Schwarz-Grün zu befürchten, dass eine ungezügelte Einbürgerungswelle droht. Immerhin definieren ja sowohl ÖVP als auch Grüne Österreich als Einwanderungsland. Das Gebot der Stunde wären aber im Gegenteil weitere Verschärfungen – die österreichische Staatsbürgerschaft ist ein kostbares Gut.

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