Putin plant, den Schutz der traditionellen Familie in der Verfassung zu verankern.

Foto: Palácio do Planalto / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Verfassungsänderung: Putin will “traditionelle Familienwerte” schützen

Das traditionelle Familienbild wird es nach dem Willen von Präsident Wladimir Putin auch in Zukunft in Russland geben – das betonte er gegenüber Verfassungsexperten. Die Kommission, die sich mit Verfassungsänderungen in der Russischen Föderation beschäftigt, plant eine Gesetzesänderung, um die traditionelle Familie im größten Flächenstaat der Erde zu schützen.

Schon lange seien viele Russen, vor allem im Hinblick auf die westlichen Nachbarn in Europa, besorgt über den Erhalt ihrer traditionellen Werte, sagte Olga Batalina, Abgeordnete der Duma und Mitglied des Ausschusses für Familienpolitik im russischen Parlament. Viele Russen würden wollen, dass die traditionelle Familie durch die Verfassung geschützt werde.

“Mutter” und “Vater” statt “Elternteile”

Rückendeckung bekommt die Politikerin der Partei “Einiges Russland”, die auch maßgeblich für das Gesetz “gegen homosexuelle Propaganda” verantwortlich zeichnet, unterdessen von Staatspräsident Putin, der bei einer Konferenz mit russischen Bürgern klar machte, dass es Bezeichnungen wie “Elternteil 1” und “Elternteil 2” in Russland nicht geben würde, solange er Präsident sei:

Was den sogenannten ‘Elternteil1’ und ‘Elternteil 2’ betrifft, habe ich es bereits öffentlich gesagt und wiederhole es noch einmal: Solange ich Präsident bin, wird es keinen ‘Elternteil 1’ und ‘Elternteil 2’ geben. Wir werden ‘Mama’ und ‘Papa’ haben.

Debatte aus Deutschland

Hintergrund der “Elternteil”-Debatte ist eine Empfehlung des bundesdeutschen Familienministeriums unter Franziska Giffey. Die SPD-Politikerin rief im vergangenen Jahr Schulen dazu auf, in Formularen nicht mehr von “Mutter” und “Vater”, sondern von “Elternteil 1″ und “Elternteil 2” zu sprechen. Damit sollte ein “diskriminierungsfreier Raum” für “diverse Geschlechter” geschaffen werden.

Verfassungsreferendum mit hoher Beteiligung erwartet

Bereits am 22. April sollen die Bürger des Landes über die Änderung der Verfassung abstimmen, die Wahlbeteiligung wird bei diesem Referendum wohl besonders hoch sein. Das Datum der Abstimmung könnte sogar ein arbeitsfreier Tag werden.

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