Auf der Münchener Sicherheitskonferenz wurde besprochen, wer in Zukunft die Krisengebiete dieser Welt “sichert”.

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Münchener Sicherheitskonferenz: Moderner Kolonialismus?

Am Sonntag, 16. Februar, geht die diesjährige Münchener Sicherheitskonferenz, die am 14. Februar startete, auch schon wieder zu Ende. Der Medienjubel über dieses Ereignis hält sich in Grenzen – was nicht verwundert, wenn man sich die Agenden der dort Versammelten etwas genauer ansieht.

Unglückliche Eröffnungsrede von Steinmeier

Denn in erster Linie schien es den Beteiligten darum zu gehen, wer künftig anstatt der kriegsmüden USA völkerrechtswidrige Angriffskriege führt, um westlichen Banken und Konzernen das „Wirtschaften“ zu erleichtern. Entsprechend versuchte auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seiner Eröffnungsrede, diese Tatsachen mit viel salbungsvollem Geschwätz zu kaschieren. Dabei schoss er aber wohl ein wenig über das Ziel hinaus, denn seine Rede wurde von vielen Kommentatoren als übertrieben pessimistisch, teilweise gar angstschürend wahrgenommen. Machen Sie sich hier Ihr eigenes Bild.

Maas deutlicher auf Kriegskurs

Deutlicher wurde da schon der bundesdeutsche Außenminister Heiko Maas, demzufolge „Europa“ (Maas meint die EU) und vor allem Deutschland bereit seien, sich „mehr zu engagieren“. Im Fokus sind hier vor allem der Nahe und Mittlere Osten sowie Nordafrika, also vor allem jene Gebiete, die dank amerikanischer „Friedensmissionen“ seit Beginn des Jahrtausends in „Failed States“ umgewandelt wurden. Dort sollen nach Maas‘ Vorstellung also in Zukunft europäische, wenn nicht gar deutsche Soldaten für Recht und Ordnung sorgen.

Macron und Pompeo uneins

In das gleiche Horn blies auch der französische Präsident Emmanuel Macron, der weiter von einer gesamteuropäischen Armee träumt und Europa am absteigenden Ast sieht, sollte diese nicht ehestmöglich umgesetzt in den Einsatz geschickt werden.

Damit widersprach Macron direkt seinem Vorredner, US-Verteidigungsminister Mike Pompeo. Der zerpflückte in seiner Rede einerseits Steinmeiers Schreckensvisionen aus dessen Eröffnungsrede und versteifte sich weiters auf das genaue Gegenteil von Macrons späteren Behauptungen, nämlich dass „der Westen gewinnen“ werde. Darüber hinaus forderte Pompeo die „europäischen Partner“ ebenfalls zu „mehr Entschlossenheit“ auf.

EU-Armee im Kommen?

Verbales Säbelrasseln auf allen Ebenen also. Die linken Systemmedien, die sonst überall „Kolonialismus“ wittern und gegen die „bösen weißen Männer“ wettern, verhalten sich auffällig ruhig, wenn sich weiße Männer treffen, um zukünftige Besatzungs-Szenarien in fremden Ländern zu planen.

Wenn man das Tempo kennt, in dem die EU normalerweise ihre Projekte umsetzt, muss man sich allerdings in nächster Zeit noch nicht vor einer Einberufung in eine mögliche EU-Armee fürchten.

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