Wurde Schlager-Star Andreas Gabalier bei der Amadeus-Nominierung übersehen, weil er als „Manderl auf Weiberl“ steht?

Foto: Olaf Kosinsky / Wikimedia CC BY-SA 3.0 de
Wirbel um Amadeus-Verleihung: Erfolgreichster Musiker Österreichs nicht einmal nominiert

Kann die Verleihung des „Austropop-Grammys“ Amadeus überhaupt noch ernst genommen werden, wenn bei der Nominierung der erfolgreichste Musiker Österreichs fehlt?

Schlager-Star „übersehen“

Wie die Gratiszeitung Österreich berichtet, wurde Schlager-Star Andreas Gabalier gleich in mehreren Kategorien „übersehen“. Ein Affront! Denn Gabalier fiel trotz Rekord-Tour (100.000 Fans in Österreich, 400.000 in Deutschland) sowohl in der Kategorie „Bester Live Act“, als auch in der Kategorie „Schlager/Volksmusik“ durch.

Wenn am 23. April der Amadeus zum 20. Mal in der Wiener Stadthalle vergeben wird, ist der Eklat damit schon vorprogrammiert. Keiner wird verstehen, warum Gabalier nicht einmal auf der Nominierten-Liste aufscheint. Stattdessen stehen dort andere Schlager-Musiker, wie Die Seer, DJ Ötzi, Die Jungen Zillertaler, Melissa Naschenweng und die Nockis.

Freie Meinung nicht gefragt

Bekommt Andreas Gabalier nun die Rechnung für seine Äußerung bei der Amadeus-Verleihung 2015 ausgerechnet von jenen präsentiert, die vorgeben, für mutige und freie Meinung zu stehen? Zur Erinnerung: Damals hatte der steirische Sänger bemerkt, dass man es mittlerweile schwer habe, „wenn man als Manderl noch auf das Weiberl steht“.

Dafür erntete er Buhrufe aus dem Publikum. Und als er in einem Interview dann noch sagte, er glaube, dass es Kindern gut tue, wenn ihre Mutter länger zu Hause bliebe und sich um sie kümmere, weil die Erziehung heute zu häufig Kindergarten und Schule übernehmen würden, war Andreas Gabalier sowieso gleich als „böser Rechter“ abgestempelt.

Wenn schon die Veranstalter der Amadeus-Show den Superstar der heimischen Musik quasi ausladen und die Preisvergabe damit wertlos machen, sollten wenigstens die Künstler mutig sein und die Veranstaltung ebenfalls boykottieren.

Andreas Gabalier

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