Der Coronavirus Sars-CoV-2 führt in Norditalien zu drastischen Maßnahmen, von denen zehntausende Bürger betroffen sind.

Foto: NIAID Rocky Mountain Laboratories (RML), U.S. NIH / Wikimedia (PD)
Italien stellt im Norden zehntausende Bürger unter Quarantäne

Zu drastischen Mitteln haben jetzt die italienischen Gesundheitsbehörden in Sachen Coronavirus gegriffen. Die Regierung in Rom hat angewiesen alle betroffenen Städte im Norden des Landes abzuriegeln. Das bedeutet defacto die Quarantäne von zehntausenden Bürgern in den Regionen Lombardei, Venetien und Piemont. Insgesamt waren bis Samstag 76 mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierte Personen gemeldet worden, zwei davon sollen bereits gestorben sein.

Beim ersten dokumentierten Coronavirus-Toten handelt es sich um einen 78-Jährigen in Venetien, beim zweiten um eine erkrankte Frau in der Lombardei. Der Ausbruch des Coronavirus in der Lombardei soll auf einen 38-jährigen Man zurückzuführen sein, der seit vergangenem Mittwoch schwer erkrankt im Krankenhaus Codogno behandelt und tags darauf positiv auf den Erreger getestet worden sein soll.

Zehn Gemeinden mit 50.000 Einwohnern unter Defacto-Quarantäne

In der Region Lombardei wurden mittlerweile in zehn Städten und Gemeinden Kindergärten, Schulen und ein Großteil der Geschäfte gesundheitsbehördlich geschlossen. Rund 50.000 Einwohner wurden dazu aufgerufen, ihre Wohnungen und Häuser möglichst nicht zu verlassen.

Das bedeutet eine Defacto-Quarantäne für viele Bürger in diesen Gebieten. Alle Großveranstaltungen im Zusammenhang mit dem Karneval oder Sport, aber auch Gottesdienste wurden verboten. Auch in Venetien wurden ähnliche Maßnahmen begonnen.

Corona-Virus

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