Noch bevor das offizielle Wahlergebnis der Hamburger Landtagswahl bekannt war, bejubelten Medien und Altparteien die vermeintliche Wahlniederlage der AfD.

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Zu früh gefreut: Altparteien und Mainstream-Medien bejubeln vermeintliche AfD-Niederlage

Kurz nach 18.00 Uhr am gestrigen Sonntag Abend brachen die etablierten Medien und Parteien in Jubel aus: Die ersten Prognosen und Hochrechnungen zeigten, dass die AfD es bei der Landtagswahl in Hamburg nicht geschafft hatte, erneut in die Bürgerschaft der Hansestadt einzuziehen. Gerade einmal 4,7 Prozent hätten sich für die Partei unter dem Hamburger Spitzenkandidat Dirk Nockemann entschieden, verkündeten die zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Medien.

Dass der Abend noch eine gewaltige Überraschung für sie bereithalten würde, wussten die Verantwortlichen der deutschen Mainstream-Sender noch nicht – schließlich schaffte es die AfD schließlich doch noch, ganze 0,7 Prozent zuzulegen und mit insgesamt 5,3 Prozent und sieben Mandataren im Hamburger Stadtparlament wieder einzuziehen.

“Nazis-‘raus”-Parolen bei Grünen 

Besonders frenetisch feierten erwartungsgemäß die Grünen: Sie erreichten – mit massiver medialer Schützenhilfe und dem Erfolg der Kinder-Klima-Sekte “Fridays For Future” – ein Rekordergebnis von mehr als 24 Prozent. Schon bei den ersten Fernsehschaltungen zur grünen Wahlfeier hörte man begeisterte “Nazis-‘raus”-Rufe. Mit dem Gebrüll machten die Anhänger der Öko-Partei ihre Freude über das vermeintliche Ausscheiden der AfD deutlich.

ZDF instrumentalisiert Terror-Tote gegen AfD

Auch die Staatssender konnten ihre Freude über das vermeintlich schlechte Abschneiden der Alternative für Deutschland nicht verhehlen: Die notorisch unlustige Satire-Sendung ZDF heute show konnte es nicht lassen, die Opfer des Attentats von Hanau vom vergangenen Mittwoch für ihre Hetze gegen die AfD zu instrumentalisieren: Mit Twitter-Nachrichten wie “Sogar Fasching ist in Hamburg beliebter als Faschos” oder dem mehr als geschmacklosen Hinweis, dass die Hamburger Wähler für die (namentlich genannten) Opfer aus Hanau gestimmt hätten, machte sich der Sender unbeliebt – mehr als 700 Nutzer des Kurznachrichtendienstes beschwerten sich lautstark über die abstoßende Entgleisung des ZDF.

SPD-Chebli: “AfD ist inshallah draußen”

Besonders blamiert hat sich auch einmal mehr Sawsan Chebli: Die Staatssekretärin freute sich über das Ergebnis der SPD und twitterte am Abend:

Wahnsinn in Hamburg. Die SPD ist klarer Sieger und die AfD ist inshallah [Arabisch, bedeutet auf Deutsch etwa “So Gott will”, d. Red] draußen. Schöner kanns nicht gehen! Hamburg gibt Hoffnung. Hamburg gibt Mut. Hamburg zeigt, wie siegen geht und wie mann die Rassisten & Nazis von der AfD schlägt. Danke!

Welchen “Sieg” der SPD die palästinensisch-stämmige Chebli meint, wird vielen Usern jedoch nicht klar, immerhin konnten die Sozialdemokraten zwar noch stärkste Kraft werden – verloren aber fast sieben Prozent an Wählerstimmen. Als bekannt wurde, dass die AfD es höchstwahrscheinlich doch noch in die Hochbürgerschaft schaffen würde, konnte sich der Berliner Landesverband der Partei einen bissigen Konter auf Cheblis Tweet nicht verkneifen:

Danke für den göttlichen Beistand. AfD ist inshallah drin.

AfD nicht in Talkshows eingeladen

Besonders dreist: Nach der ersten – und damit äußerst groben und unzuverlässigen – Hochschätzung zeigten ARD und ZDF stundenlange Analysen und Gespräche über die Grünen und den angeblichen “Wahlsieger” SPD. Nicht mit dabei waren jedoch Vertreter der AfD, auch bei der ARD-Talkshow Anne Will war kein einziger AfD-Politiker zu Gast (ähnlich wie der ORF es mit der FPÖ hält).

Als den Medien-Machern dann schließlich dämmerte, dass sie sich verkalkuliert hatten und die Alternative für Deutschland mit mehr als fünf Prozent doch noch den Wiedereinzug in die Bürgerschaft schaffen würde, wurde es für die GEZ-Medien noch bitterer: Obwohl die AfD etwa ein halbes Prozent weniger hatte als noch bei der letzten Landtagswahl in Hamburg vor fünf Jahren, hatte sie keine Wähler verloren – der leicht gesunkene Stimmenanteil der Partei kann vollständig durch die gewachsene Wahlbeteiligung erklärt werden.

Böses Erwachen für die FDP?

Während in den sozialen Medien Hashtags wie “#noAfD” trendeten, freuten sich die Liberalen über ihren Wiedereinzug ins Stadtparlament: Die FDP verliert zwar mehr als zwei Prozent, kann sich nach aktuellem Stand aber noch gerade so mit genau 5,0 Prozent in den Landtag der Hansestadt retten. Sicher ist das jedoch noch lange nicht: Nach einem Bericht von wahlrecht.de könnte die FDP trotzdem noch den Einzug verpassen: In Hamburg-Langenhorn soll es beim Auszählen der Stimmen zu einer Verwechslung gekommen sein: In einem Wahllokal kam die FDP auf 22,4 Prozent, die Grünen dagegen auf nur 5,1 Prozent – da es in den anderen Bezirken eher umgekehrt war, liegt eine Verwechslung von FDP- und Grünen-Stimmen nahe. Da die FDP die Fünf-Prozent-Hürde nur mit knapp mehr als 400 Stimmen übersprungen hatte, könnte ein solcher Irrtum schwerwiegende Folgen für die Freien Demokraten haben, womöglich würde es das Aus für ihren Einzug in die Bürgerschaft bedeuten.

AfD

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