Die ÖH sucht für die nächste Ausgabe der “Zeitgenossin” noch Schreiber. Die aktuelle Ausgabe ist (Überraschung!) dem Rechtsextremismus in Österreich gewidmet.

Foto: Screenshot aus der Ausgabe 02/2020 der "Zeitgenossin"
Linke ÖH-Studentenzeitung mit eigenwilligen Kriterien für Schreiber-Auswahl

Der Journalismus steckt in der Krise, tönt es von vielen Seiten. Da wollen die Unzensuriert-Schreiber ihren Kollegen gerne helfen, zumal die Schweizer Medienwoche, das „Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation und Marketing“, bereits vor einem Jahr festgehalten hat:

Während der Non-Profit-Journalismus international auf dem Vormarsch ist, steckt der kommerzielle Journalismus in der Krise.

Wir von unzensuriert sind also aus dem Schneider.

Harte Auswahlkriterien

Betroffen von der Krise dürfte aber dafür die Zeitschrift Zeitgenossin der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) der Universität Wien, finanziert aus den Zwangsmitgliedsbeiträgen der 94.000 Studenten, sein. Denn in ihrer jüngsten Ausgabe sucht die Redaktion Schreiber für die nächste Zeitgenossin. Das Thema der Ausgabe steht schon fest:

Die nächste Ausgabe der zeitgenossin wird im Mai erscheinen und eine reine Frauen*-, Lesben*-, inter*-, nun-binary* und trans*-Ausgabe, das heißt es werden bewusst nur FLINT*  Personen an der kommenden Ausgabe mitwirken.

“Missing Toleranz”

Mitschreiben dürfen also nur sehr ausgewählte Menschen – harte Auswahlkriterien beim zwangsfinanzierten Studentenblättchen. Wo bleibt die Toleranz, Kollegas? Wir sind jedenfalls schon auf die Ergüsse im Mai gespannt. Und neugierig, wer da als Zukunftsjournalist dieser harten Auslese gewonnen werden kann. Freundschaft!

zeitgenossin

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