Nach der Öffnung der Grenzen nach Europa für tausende „Flüchtlinge“ droht Türken-Präsident Erdoğan erneut der EU – und die tut nichts.

Foto: Senat RP/Polish Senate / wikimedia.org (CC BY-SA 3.0 PL)
Erdoğan droht, EU mit „Millionen“ Migranten zu fluten – Grenzen bleiben offen

Der türkische Despot Recep Tayyip Erdoğan droht weiterhin der Europäischen Union: Nach der Grenzöffnung drängen tausende „Flüchtlinge“ nach Europa, unzählige von Ihnen versuchen, sich mit brachialer Gewalt gegen griechische Grenzbeamte ihren Weg in die europäischen Sozialparadiese zu erkämpfen, während die EU, wie gewohnt, untätig bleibt und sich vom osmanischen Alleinherrscher durch den „Flüchtlingsdeal“ erpressen lässt. Jetzt erhöht dieser erneut den Druck gegen die Europäer.

Griechenland bittet Frontex um Hilfe

Die Grenzen der Türkei werden weiterhin offen bleiben, wie Erdoğan in einer Fernsehansprache an die Mitglieder seiner Islam-Partei AKP sagte. Die Verantwortung sieht er nun bei der EU, die „ihren Teil der Last“ zu tragen hätte. Währenddessen kündigte die europäische Grenzschutzagentur Frontex an, Griechenland stärker unterstützen zu wollen. Bei ihr war am Sonntag ein Hilfeersuchen der griechischen Regierung eingegangen, sich beim Schutz der europäischen Außengrenzen stärker zu beteiligen. Frontex twitterte daraufhin, Griechenland in der „kürzest möglichen Zeit“ unterstützen zu wollen.

EU-Grenzschützer erwarten „Massenmigration“

In den nächsten Tagen soll sich die Situation an den griechischen Grenzpunkten weiter verschärfen. Ein interner Bericht der EU-Grenzschützer spricht davon, dass es besonders schwierig sei, die Migranten auf ihrer Reise nach Europa zu stoppen. Es wird eine „Massenmigration“ erwartet, derer die wenigen eingesetzten Frontex-Beamten kaum Herr werden können. Auch die deutsche Bundesregierung zeigt sich beunruhigt: Von türkischer Seite werde den Illegalen mitgeteilt, der Weg nach Europa wäre offen – „das ist er natürlich nicht“, sagte dazu Regierungssprecher Steffen Seibert.

Erdoğan: „Bald werden es Millionen sein“

117.000 Migranten sollen sich bereits im Grenzgebiet zwischen der türkischen Republik und Griechenland und der EU befinden, nach Angaben der Vereinten Nationen sind es noch mindestens 13.000 Personen, die sich zur Zeit auf dem Weg in die EU befinden. Und weniger werden es in den kommenden Tagen und Wochen kaum werden: Auf einer AKP-Veranstaltung prahlte Erdoğan mit seinem Vorgehen gegen die Europäer: In den letzten Monaten hätte er von der EU mehrfach Unterstützung eingefordert, wenn die türkischen Grenzen zu Griechenland nicht für die Abertausenden Illegalen geöffnet werden sollten – die Drohungen des „Sultans“ hatte die Europäische Union wohl nicht ernst genommen:

Sie haben das auf die leichte Schulter genommen, sie haben wohl gedacht, der blufft. Jetzt, nachdem wir die Türen geöffnet haben, kommt ein Anruf nach dem anderen, damit wir die Türen wieder schließen.

Auch betonte Erdoğan, dass die derzeitige Migrationswelle noch lange nicht das Ende sei: Es seien seit der Grenzöffnung zwar schon Hunderttausende auf dem Weg ins europäische Festland, bald sollen es aber bereits „Millionen“ sein, sagte der türkische Präsident. Auf eine klare und unmissverständliche Antwort der EU wartet man bisher vergeblich.

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