Ein Kapsch-Mautprojekt in der südafrikanischen Gauteng-Provinz wurde wieder gestoppt.

Foto: Kierano / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Südafrika sagte 400 Millionen Euro Mautprojekt mit Kapsch ab

Ein 400 Millionen schweres Mautprojekt hat Südafrika jetzt gegenüber der österreichischen Firma KapschTrafficCom abgesagt. Diese Absage kommt für alle Beteiligten an diesem Großprojekt eigentlich überraschend. Noch am 15. November 2019 teilte KapschTrafficCom mit, Bestbieter für ein Mautprojekt im Rahmen der Gesamtregion EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) zu sein. Es handelt sich dabei um die Ausschreibung für das Straßennetz der  südafrikanischen Gauteng-Provinz.

Jetzt erhielt Kapsch die überraschende Mitteilung, dass die Ausschreibung eingestellt worden sei. Ob eine neue Ausschreibung für diesen oder andere Abschnitte erfolgt, ist aus heutiger Sicht mehr als zweifelhaft. Ein sonstiger Mautvertrag mit Kapsch, der ürsprünglich bis zum 2. Dezember 2019 gelaufen ist, wurde aber um ein weiteres Jahr verlängert.

Andritz scheiterte in Angola bei einer Kraftwerksausschreibung

KapschTrafficCom ist keinesfalls das einzige österreichische Opfer von komplizierten Ausschreibungs- und Vergabeverfahren bei Infrastrukturprojekten auf dem afrikanischen Kontinent. Kürzlich wurde eine Auftragsvergabe an die Grazer Firma Andritz in Angola wieder aufgehoben. Grund dafür ist ein mutmaßlicher Korruptionsskandal unter dem Kürzel „Luanda Leaks“, in den andere projektbeteiligte Firmen im Umfeld einer ehemaligen Staatspräsidententochter gestanden haben.

Südafrika Straße

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