Greta Thunbergs Bewegung konnte in letzter Zeit kaum mehr Interessenten auf die Straße locken.

Foto: ulricaloeb / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Coronavirus kommt gerade rechtzeitig: Greta will Protest ins Internet verlegen

Angesichts der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus in Europa hat Greta Thunberg, die schwedische „Klimaaktivistin“ und Initiatorin der „Fridays-for-Future“-Bewegung (FFF), dazu aufgerufen, nicht mehr länger auf die Straßen zu gehen, sondern lieber den Protest gegen die Klimaerwärmung ins Internet zu verlagern.

Kaum noch Demonstrationsteilnehmer

Schon seit dem Herbst interessieren sich immer weniger Schüler und Erwachsene für die Klima-Bewegung. Waren es im September 2019 noch in ganz Österreich laut Polizeiangaben 80.000 Personen, davon 30.000 in Wien, die an den FFF-Demonstrationen teilnahmen, rafften sich in den letzten Wochen und Monaten trotz milder Temperaturen so gut wie keine Klima-Bewegten mehr auf, um gegen die Klimaerwärmung zu protestieren.

Zeitlich optimal passend bot sich mit dem Coronavirus eine schöne Begründung für die Beendigung der Demonstraktionsbewegung an. Und so forderte die Ikone der FFF-Bewegung am Mittwoch ihre Anhänger via Twitter auf, den Empfehlungen von Gesundheitsexperten zu folgen und große Menschenansammlungen zu meiden:

Wir jungen Leute sind am wenigsten betroffen von diesem Virus, aber es ist wichtig, dass wir uns solidarisch mit den gefährdetsten Menschen verhalten und im besten Interesse für unsere Gesellschaft handeln.

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‪We can’t solve a crisis without treating it as a crisis and we must unite behind experts and science.‬ This of course goes for all crises. Now the experts urge us to avoid big public gatherings for a better chance to #flattenthecurve and slow the spreading of the Coronavirus. ‪So I personally recommend that we do as the experts say. Especially in high-risk areas.‬ We young people are the least affected by this virus but it’s essential that we act in solidarity with the most vulnerable and that we act in the best interest of our common society. ‪The climate and ecological crisis is the biggest crisis humanity has ever faced but for now (of course depending on where you live) we’ll have to find new ways to create public awareness & advocate for change that don’t involve too big crowds – listen to local authorities. ‪So keep your numbers low but your spirits high and let’s take one week at the time.‬ You can join the #DigitalStrike for upcoming Fridays- post a photo of you striking with a sign and use the hashtag #ClimateStrikeOnline ! #fridaysforfuture #climatestrike #schoolstrike4climate

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„Neue Wege“ nicht unproblematisch

Die Klimakrise sei zwar die „größte Krise“ für die Menschheit, angesichts der grassierenden Seuche sei es aber an der Zeit, „neue Wege“ zu finden, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Bleibt nur das Problem, dass die Nutzung des Internets jede Menge Energie verbraucht, was doch der Klimaerwärmung Vorschub leistet…

Greta Thunberg

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