Der Börsenabsturz droht die Realwirtschaft, die durch die Coronavirus-Maßnahmen schon angeschlagen ist, mitzureißen.

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Niedrigzinspolitik rächt sich in Krisenzeiten: EZB kann nicht helfen

Im Schatten der Berichterstattung über den Coronavirus erleben die Börsen den größten Absturz seit der Finanzkrise vor zwölf Jahren. Das Risiko, dass der Abschwung auch auf die Realwirtschaft übergreift, ist groß.

Pulver verschossen

Die US-Notenbank und die britische Zentralbank haben mit Zinssenkungen und Liquiditätsspritzen reagiert, während sich die Euro-Währungshüter über die Ereignisse rund um das Coronavirus und die möglichen Folgen für Wirtschaft und Finanzmärkte nur besorgt zeigten.

Doch die Europäische Zentralbank (EZB) kann nicht regulierend eingreifen, denn sie hat ihr Pulver längst verschossen. Die europäischen Zinsen sind so niedrig wie nie, der Leitzins bei null Prozent, der Einlagensatz für Geschäftsbanken bei minus 0,5 Prozent also bei Strafzins. Die Nullzinspolitik rächt sich in Krisenzeiten. Die EZB kann, selbst wenn sie wollte, der strauchelnden Wirtschaft nicht helfen.

Mit Bundesverdienstkreuz belohnt

Das ist das Ergebnis der Geldpolitik unter den Währungshütern aus Italien, Mario Draghi, und Frankreich, Christine Lagarde. Deren Niedrigzinspolitik hat den deutschen Steuerzahler bisher fast 40 Milliarden Euro gekostet. 31 Prozent der Deutschen sind am Monatsende pleite.

Doch der Verantwortliche dafür, Draghi, wurde dafür von der Regierung Merkel sogar belohnt. Auf Vorschlag von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sie ihm 2019 das Bundesverdienstkreuz überreicht.

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