Die Coronavirus-Epidemie führt die Bundesregierungen in Wien, Berlin und Bern vor.

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Ländervergleich: Wie „gut“ Österreichs Regierung wirklich reagierte

In Südkorea gab es am 17. März 8.320 Coronavirus-Infizierte und 81 Todesfälle. Die erste Erkrankung erfolgte vor 57 Tagen (20. Jänner). Der erste Fall in Italien war am 28. Jänner aufgetreten, acht Tage nach Südkorea. Am 17. März zählte Italien 31.506 Infizierte und 2.503 Todesfälle. Der erste Todesfall ereignete sich vor 24 Tagen (22. Februar). Es war auch der erste Todesfall in Europa.

Vergleich der drei deutschen Staaten

In Österreich gab es zum 17. März 1.395 Infizierte und drei Todesfälle. Die erste Infektion wurde am 25. Februar bekannt (vor 21 Tagen). Der erste Todesfall ereignete sich vor fünf Tagen (12. März.)

In der Schweiz gab es zum selben Zeitpunkt 2.840 Infizierte und 19 Todesfälle, besonders betroffen die italienische Schweiz und die Welschschweiz. Der erste Fall trat am 25. Februar auf (vor 21 Tagen), der erste Todesfall vor zwölf Tagen (5. März.).

In der Bundesrepublik Deutschland wurden 9.257 Infizierte registriert. Die erste Infektion trat bereits am 28. Jänner auf. Das war vor 49 Tagen, der erste Todesfall am 9. März (vor acht Tagen).

Neuinfektionen gehen zurück – nicht bei uns

Während in Südkorea die Kurve der Neuinfektionen seit 5. März abflacht und die Todesfälle auf vergleichsweise niedrigem Stand gehalten werden können, explodiert die Infektion in Europa. Das wirft die Frage auf, was die Südkoreaner anders machen als die Europäer.

Im Verhältnis zur jeweiligen Bevölkerung umgerechnet, ergibt sich ein noch dramatischeres Bild für Europa. Südkorea erreichte den aktuellen Stand an Infizierten nach 57 Tagen (17. März) seit dem Auftreten des ersten Falles, Italien bereits am 42. Tag (10. März) und die Schweiz am 18. Tag (14. März).

Österreich wird Südkorea heute, Mittwoch, am 22. Tag einholen (18.März), die Bundesrepublik Deutschland am 19. März.

Maßnahmen in Europa greifen schlechter

Seit den genannten Tagen greifen die Maßnahmen in Europa schlechter als in Südkorea. Von Singapur und Taiwan ganz zu schweigen.

Es wird die Ausstattung und die Organisation des Gesundheitswesens zu studieren sein, ebenso die von Südkorea ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung. Das gilt besonders für Italien, das bereits jetzt 26 Mal so viele Todesopfer zählt als Südkorea.

Verantwortungsträger blieben untätig

Einiges läßt sich bereits ablesen. Derzeit ist man zu Recht um den Schulterschluss bemüht, da die Krise zu überwinden ist. Es wird allerdings der Zeitpunkt kommen, wo man über Verantwortlichkeiten sprechen wird müssen.

Die genannten Fakten zeigen, dass Italien vielleicht überrascht wurde, aber die anderen europäischen Regierungen kostbare Zeit verstreichen ließen, während sie untätig blieben. Das gilt besonders eklatant für die Berliner Bundesregierung, da dort die erste Infektion bereits am 28. Jänner auftrat, also 28 Tage vor dem ersten Fall in Österreich und in der Schweiz. 28 Tage entsprechen ganzen vier Wochen.

Vergeudung kostbarer Zeit

Auch in der Schweiz und in Österreich wurden selbst dann noch mindestens zwei Wochen vergeudet, wenn man nicht den 28. Jänner zum Maßstab nimmt, als die ersten Fälle in Italien und Bayern auftraten, sondern den 21. Februar, als in Italien bereits eine nennenswerte Zahl an Fällen (mehr als 25) registriert wurden. Für Österreich also der Zeitraum vom 21. Februar bis zum 5. März, in der Schweiz vom 21. Februar bis zum 7. März.

Die Vergeudung kostbarer Zeit wird belegt durch die Umsetzung identischer Maßnahmen, die von Italien gesetzt wurden auch in Österreich, der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland.

Heilige Kuh: offene Grenzen

Dabei wird eine „Heiligen Kuh“ sichtbar, die Europa nun teuer zu stehen kommt: die Weigerung, die Grenzen zu schließen. Offene Grenzen als zentrales Merkmal der Ideologie der „Offenen Gesellschaft“ und des „Global Village“ wurden gegen jede Vernunft verteidigt.

Die Bundesregierungen in Berlin, Wien und Bern schauten zu. Sie sahen das Unheil anrollen, doch sie wollten die Heilige Kuh nicht opfern.

Globalisierung als Verlierer der Coronavirus

Die Globalisierung ist der große Verlierer der Coronavirus-Epidemie und mit ihr die Globalisten. Berlin hat sich am längsten gegen Grenzschließungen gesträubt, ebenso wie 2015 gegen Grenzkontrollen und die Verteidigung der Grenzen gegen eine Migranteninvasion.

2020 schaut das Szenario ganz anders aus. Merkel und Genossen waren nicht bereit, auf das eigene Volk zu hören, wie die unerbittliche Bekämpfung der AfD zeigt. Das Coronavirus zwingt Merkel und die Globalisten nun aber in die Knie.

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