Wie schon beim Migranten-Ansturm 2015 kristallisiert sich auch bei dieser Krise die Grenze zu Ungarn als neuralgischer Punkt heraus. Und die Polizei sieht auch diesmal nur zu.

Foto: JoMa / wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)
Südosteuropäer blockieren Fahrbahn an Grenze zu Ungarn, Polizei sieht zu

Seit der Einreisesperre Ungarns für ausländische Staatsbürger herrscht an der Grenzstation Nickelsdorf das Chaos. Gestrandete Rumänen, Bulgaren und Nord-Mazedonier blockieren mutwillig die Fahrbahnen. Es stellt sich die Frage, warum unsere Behörden diesem Treiben kein Ende bereiten.

Polizei greift nicht ein

Wie der ORF vom Grenzübergang nach Ungarn berichtet, leben die Reisenden aus Südosteuropa ihren Unmut dadurch aus, dass sie mutwillig die Fahrspuren des Grenzübergangs blockieren. Sind es in Richtung Ungarn zahlreiche Rumänen, verhindern in der Gegenrichtung Nord-Mazedonier und Bulgaren mit ihren Fahrzeugen ein Weiterkommen. Offensichtlich wird auch die Quarantäneverordnung ignoriert. In den Fernsehbildern ist zwar ein Polizeifahrzeug zu sehen, aber offensichtlich haben die Beamten am Einsatzort den Befehl, die illegalen Blockadeaktionen nicht aufzulösen und die daran beteiligten Personen zur Anzeige zu bringen. Eine unverständliche Untätigkeit, die unter einem Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) wohl nicht möglich gewesen wäre.

ÖBB-Züge verkehren immer noch

Unverständlich ist auch, dass die ÖBB angesichts der aktuellen Situation den Zugverkehr nach Ungarn weiterhin aufrecht erhalten. Während von und nach allen anderen Nachbarstaaten Österreichs sowie nach Polen bereits keine Züge der ÖBB mehr verkehren, sind Bahnreisen von und nach Ungarn weiterhin fahrplanmäßig möglich.

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