Südafrikas Staatspräsident Cyril Ramaphosa (ANC) hat jetzt wegen der Coronavirus-Krise am Kap der Guten Hoffnung eine 21-tägige Ausgangssperre ausgerufen und sorgt sich um die Wasserversorgung der Bevölkerung.

Foto: Kremlin.ru / Wikimedia (CC-BY-4.0)
Südafrikas Präsident Ramaphosa verhängt in 58-Millionen-Einwohnerstaat Ausgangssperre

Jetzt herrscht auch am Kap der guten Hoffnung „Alarmstufe Rot“ in Sachen Coronavirus-Krise. Der amtierende Staatspräsident Cyril Ramaphosa (African National Congress – ANC) hat ab Donnerstag, dem 26. März 2020, eine landesweite Ausgangssperre für ganz Südafrika verhängt. Diese Ausgangssperre soll vorerst für 21 Tage Gültigkeit haben. Alle in Südafrika wohnenden Personen dürfen ihr Zuhause nur zum Zweck eines Lebensmitteleinkaufs oder der Inanspruchnahme von medizinischen Versorgungsleistungen verlassen.

Ab sofort sollen nur mehr Lebensmittelsupermärkte, Tankstellen, Apotheken und Banken zur Grundversorgung der 58 Millionen Einwohner offenhalten. Von der Ausgangssperre sind Mitarbeiter des Gesundheitswesens und der Sicherheits- und Militäreinheiten ausgenommen.

Offiziell 400 an COVID-19 Erkrankte in Südafrika registriert

Aktuell sind derzeit 400 an COVID-19 Erkrankte offiziell durch die Gesundheitsbehörden in Südafrika registriert. Die Dunkelziffer wird von Gesundheitsexperten aber weit höher eingeschätzt. Sollte das Coronavirus etwa in den Elendsvierteln der Großstädte, etwa in Kapstadt oder Johannesburg, tatsächlich großflächig ausbrechen, dann erwartet man in den Gesundheitsbehörden Südafrikas einen Kollaps der medizinischen Versorgung.

Dazu kommt die fortgesetzte große Wasserknappheit in verschiedenen Regionen, die es etwa verhindert, dass sich die Bevölkerung regelmäßig die Hände waschen kann. Passiert dies nicht, dann könnte dadurch der Verbreitung des Coronavirus weiterer Vorschub geleistet werden.

Wasserministerin Lindiwe Sisulu möchte Tankfahrzeuge schicken

Diesen wachsenden Hygienenotstand in den Townships möchte Südafrikas Wasserministerin Lindiwe Sisulu jetzt mit einer Behelfsversorgung über Wasser-Tankfahrzeuge kurz- und mittelfristig lösen. Die aktuelle Wasserkrise ist hausgemacht. Eigentlich gibt es nach den klimatischen und geographischen Voraussetzungen ausreichende Wasserressourcen für eine Vollversorgung.

Grund für den Wassermangel ist wieder einmal das korrupte und ineffiziente Verwaltungs- und Wirtschaftssystem. So ist durch anhaltende Misswirtschaft die Wasserversorgung seit dem Ende der weißen Regierung in Südafrika immer weiter zurückgegangen. Auch hier versagt der ANC als schwarze Regierungspartei immer mehr.

Cyril Ramaphosa

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