Indiens nationalkonservativer Ministerpräsident Narendra Modi verhängt eine 21-tätige Ausgangssperre, um die „Weltseuche“ auf dem Subkontinent einzudämmen.

Foto: Jasveer10 / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
Indische Regierung verhängt Ausgangssperre für 1,3 Milliarden Einwohner

Jetzt kommt es auch auf dem indischen Subkontinent zu drastischen Maßnahmen gegen die Corona-Seuche. Indiens Ministerpräsident Narendra Modi hat in einer landesweit ausgestrahlten Fernsehansprache eine 21-tägige Ausgangssperre für nicht weniger als 1,3 Milliarden Bürger verkündet.

Durch diese soziale Abschottung zwischen den Bürgern sieht der Regierungschef in Neu-Delhi die einzig realistische Chance, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Würden keinerlei drastische Maßnahmen gesetzt, würde sich das Virus wie ein Buschfeuer ausbreiten und sei nicht mehr zu stoppen.

Derzeit nur 500 Coronavirus-Fälle mit zehn Todesopfern

Indien, geographisch eigentlich ein Nachbarstaat Chinas, wo das Virus zuerst ausgebrochen ist, wurde bisher von großen Fallzahlen verschont. Gerade einmal 500 Coronavirus-Fälle mit insgesamt zehn Todesopfern hat man bei den nationalen Gesundheitsbehörden Indiens registriert – offiziell. Gesundheitsexperten gehen aber davon aus, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ist.

Und die Experten der indischen Regierung rechnen mit einer baldigen explosionsartigen Ausbreitung dieser Weltseuche. Nachteil Indiens ist, dass es keine so straffe staatliche Organisation von Hilfsmaßnahmen oder des Sicherheitsapparates wie China hat. Und die vielen unterschiedlich regierten Bundesstaaten könnten hier bei der Ausrollung eines Gesamtpakets ebenfalls hinderlich sein.

Narendra Modi

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