Alarmstufe rot durch Coronavirus: Das österreichische Arbeitsmarktservice ist wegen der explodierenden Arbeitslosenzahlen am Limit seiner Leistungsfähigkeit angelangt.

Foto: Mawadahyahya / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
AMS ist durch 138.000 neue Arbeitslose binnen einer Woche überlastet

Beim österreichischen Arbeitsmarktservice (AMS) ist die derzeitige Lage mehr als angespannt. Konnte sich das AMS bis Ende Februar über stetig sinkende Arbeitslosenzahlen freuen, hat sich dieser Trend seit dem 16. März völlig ins Gegenteil verkehrt. Allein vom 16. bis zum 24. März haben sich nicht weniger als 138.000 österreichische Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, da die durch die schwarz-grüne Bundesregierung verhängten Maßnahmen im Zuge der Coronavirus-Seuche ihnen den Arbeitsplatz gekostet haben.

Die AMS-Mitarbeiter sind deshalb am Limit, da täglich immer neue Massen an Anmeldungen für den Bezug von Arbeitslosengeld und die gleiche Anzahl an Kurzarbeitsanfragen kommen. Allein im AMS-Wien kommen täglich mehr als 5.000 Arbeitslosenmeldungen dazu. Das bedeutet Dauerstress und Überlastung für den Mitarbeiterstab.

AMS-System kurz vor Kollaps

Vor diesem Hintergrund steht das gesamte AMS-System kurz vor dem Kollaps im täglichen Arbeitsablauf. Und dieser drohende Zusammenbruch der Bearbeitung von Arbeitslosenanträgen und Kurzarbeitsanfragen betrifft damit nunmehr rund 540.000 Betroffene in ganz Österreich. Bisher soll laut AMS-Mitteilung die Abteilung für die Bearbeitung von Kurzarbeitsanträgen bereits von 40 auf 600 Mitarbeiter aufgestockt worden sein.

Neben internen Umschichtungen soll das AMS-Wien etwa auch rund 80 Mitarbeiter externer Kooperationspartner einberufen haben, um eingehende Anfragen und Ansuchen zu bearbeiten. Das scheint allerdings ein Tropfen auf den heißen Stein zu sein. Die Arbeiterkammer fordert jetzt zusätzliche 500 Planposten für das AMS, um hier zu reagieren. Jetzt ist man auch gespannt, wie das rot-schwarze AMS-Führungsduo Herbert Buchinger und Johannes Kopf die Coronavirus-Krise meistert. 

Arbeitslose

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