Götterdämmerung im “Heiligen Land” Tirol: Die aktuelle “Causa Ischgl” könnte für ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter (r.) das Ende seiner politischen Karriere bedeuten.

Foto: Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Mike Ranz
Die Anzeigenlawine gegen Landeshauptmann Platter & Co. läuft an

Die brisante „Causa Ischgl“ im Zusammenhang mit der Ausbreitung der Coronavirus-Seuche im Bundesland Tirol beschäftigt jetzt auch die Strafgerichte. Bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck sind bereits zahlreiche Anzeigen eingelangt, die sich auf strafrechtlich zu qualifizierendes Tun oder Unterlassen von unterschiedlichen Personen in Politik und Beamtenhierarchie im Zusammenhang mit der Anwendung des Epidemie- und Covid-19-Gesetzes beziehen.

Im Zentrum der Anzeigenflut soll kein geringerer als der amtierende Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) stehen. Platter und seinem Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) wird zögerliches Verhalten im Zusammenhang mit dem Setzen von notwendigen Maßnahmen, etwa dem Sperren gewisser Lokale bzw. Gemeinden oder Täler, angelastet.

Welche Rolle spielt(e) ÖVP-Wirtschaftsbundobmann Hörl?

In den Medien taucht im Zusammenhang mit der „Causa Ischgl“ auch immer wieder der Name des mächtigen Tiroler ÖVP-Wirtschaftsbundobmanns Franz Hörl auf, dem mutmaßlich fortgesetzte Interventionspolitik bei den Verantwortungsträgern angelastet wird. Hörls wird in den Medien vorgeworfen, dass er durch seine Rolle eine vorzeitige Beendigung der Wintersaison als Wirtschaftskammerfunktionär und ÖVP-Politiker verhindert haben könnte. Zudem ist Hörl mit seinem „Hotel Gaspingerhof“ im Zillertaler Ort Gerlos selbst ein Betroffener der Ausbreitung des Coronavirus.

Günther Platter

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