Mit dem Coronavirus infizierte Asylwerber dürfen sich in Schwerin weiterhin frei bewegen und andere Menschen anstecken, für sie gilt lediglich eine „freiwillige Quarantäne“ (Symbolbild).

Foto: Bild: Flinfo / wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)
Maßnahmen nur für Inländer: Corona-infizierte Asylwerber dürfen sich frei bewegen

Im nördlichen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern herrscht derzeit gewaltige Aufregung. Der Grund: Asylwerber, die mit dem Coronavirus infiziert sind, dürfen sich weiterhin ungehindert und frei bewegen, wie die AfD nun aufdeckte. Die politischen Vertreter der Altparteien versuchten diese Tatsache offenbar vor der Bevölkerung zu vertuschen.

Asylwerber mit Coronavirus infiziert

Besorgte Bürger hatten sich in den vergangenen Wochen an die lokalen Vertreter der AfD gewandt, weil sie beobachteten, wie Migranten in den Asylunterkünften der Stadt Parchim sowie in Stern-Buchholz, vor den Toren der Landeshauptstadt Schwerin, mit Atemschutzmasken unterwegs waren.

Tobias Pontow, AfD-Vorsitzender der Stadtfraktion in Parchim, leitete daraufhin eine investigative Recherche ein, die skandalöse Zustände ans Tageslicht brachte. Er fand heraus, dass sich mittlerweile über zehn auf das Coronavirus positiv getestete Asylbewerber in Parchim aufhalten, die Bevölkerung davon aber nicht unterrichtet wurde. Gleichzeitig sollen sich von diesen Personen auch einige aus der Quarantäne entfernt haben.

Corona-infizierte Asylanten machten Stadt unsicher

Wie die AfD weiters herausfand, waren einige dieser offenbar mit dem Coronavirus infizierten Asylwerber in der Stadt Schwerin unterwegs, konnten sich somit frei bewegen, ohne jegliche Ausgangssperre. In einer Pressemitteilung des Nahverkehrs Schwerin, musste man dort nämlich zugeben, dass zumindest zwei „Männer“ aus der Erstaufnahmestelle Stern-Buchholz, die als Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt wurden, in einer Buslinie unterwegs waren. Der Betrieb musste daraufhin eingestellt werden:

Der Nahverkehr Schwerin hat am 18. März seine Buslinie 9 zwischen der Stauffenbergstraße und Stern-Buchholz bis auf Weiteres eingestellt. In einem der Busse hatten sich zwei Männer aus der Erstaufnahmestelle Stern-Buchholz befunden, die als Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt wurden. Sie wurden aus dem Bus verwiesen und zurück nach Stern-Buchholz gebracht. Der Nahverkehr stellte daraufhin den Busverkehr auf der Linie ein und hat alle Fahrzeuge der Linie vorsorglich reinigen lassen.

Asylwerber unter „freiwilliger Quarantäne“

Die Polizei, die mittlerweile die Unterkunft in Parchim „bewacht“, sagte gegenüber den AfD-Vertretern, dass sich die Asylwerber lediglich in einer „freiwilligen Quarantäne“ befänden. Auf die Frage, ob die Polizei 24 Stunden Wache halten würde, entgegnete man, dass man nur hier sei, „um das Quarantäne-Zentrum zu beschützen“ und nicht, „um auf die Asylbewerber aufzupassen“, die sich freiwillig in Quarantäne befänden.

Zudem unterstellte die Polizei der AfD auf subtile Weise, dass sie mit ihren Recherchen „Angst und Hetze“ schüren würde und nahm die Personalien der Funktionäre auf.

Wer schützt die Bürger vor dieser Fahrlässigkeit?

Mit den politischen Verantwortlichen geht die AfD folglich nun hart ins Gericht. Auf Kosten der Gesundheit der Bürger werde offenbar bei Asylwerbern ein Auge zugedrückt. AfD-Politiker Pontow versteht ebenso nicht, warum über die infizierten Asylwerber keine strikte Ausgangssperre verhängt wurde:

Wer schützt unsere Parchimer Bürger? Warum folgt Schwerin mit der Erstaufnahmeeinrichtung Stern-Buchholz nicht dem Beispiel in Suhl, wo die Erstaufnahmeeinrichtung nach dem Auftreten von Corona-Fällen komplett unter strenge Quarantäne gestellt wurde? Dort dürfen die Bewohner das Gelände nicht mehr verlassen. In Schwerin ist dies offenbar weiterhin möglich.

Corona-Fälle aus Stern-Buchholz in Parchim?

Corona-Quarantäne von Asylbewerbern aus Schwerin in Parchim? Das sollte doch so nicht bekannt werden! So wurden wir während unserer Dreharbeiten zu diesem Videobeitrag begrüßt. Uns wurde von mehreren Bürgern herangetragen, dass sich Migranten mit Atemschutzmasken auf dem Gelände des ehemaligen Amtes für Landwirtschaft aufhalten. Nach kurzer Recherche fanden wir heraus, dass sich mittlerweile über 10 positiv getestete Asylbewerber in Parchim aufhalten. Gleichzeitig sollen sich von diesen Personen bereits einige aus der Quarantäne entfernt haben. Wir haben uns kurz nach draußen begeben und uns ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. Die Polizei ist mittlerweile mit mehreren Beamten vor Ort. Der Sicherheitsdienst wechselte gerade. Bis vor einigen Tagen soll nur ein Sicherheitsmann vor Ort gewesen sein, nun sind es mehrere. Die Polizei rückte schließlich mit Verstärkung und Einsatzleitung an. Subtil wurde uns unterstellt, mit unserem Videobeitrag Angst und Hetze verbreiten zu wollen und es wurden unsere Personalien aufgenommen. Auf die Frage, ob die Polizei hier 24 Stunden Wache hält, wurde uns entgegnet, dass man hier sei, um das Quarantäne-Zentrum zu beschützen und nicht, um auf die Asylbewerber aufzupassen, die sich freiwillig in Quarantäne befänden. Es sollen über 100 Betten für die Quarantäne in Parchim vorgesehen sein. Betrieben wird das Quarantänezentrum von den Maltesern. Doch wer schützt unsere Parchimer Bürger? Warum folgt Schwerin mit der Erstaufnahmeeinrichtung Stern-Buchholz nicht dem Beispiel in Suhl, wo die Erstaufnahmeeinrichtung nach dem Auftreten von Corona-Fällen komplett unter strenge Quarantäne gestellt wurde? Dort dürfen die Bewohner das Gelände nicht mehr verlassen. In Schwerin ist dies offenbar weiterhin möglich. Dieses Video soll ausdrücklich NICHT zu wilden Spekulationen, Angst oder Hetze führen und aufrufen. Lieber Stefan Sternberg, Landrat LUP, lieber Dr. Rico Badenschier – Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin, liebe Stadt Parchim: bitte klären Sie die Bürger auf und stellen die Situation in Schwerin und Parchim klar! Liebe Parchimer, bleiben Sie zu Hause und gesund!

Gepostet von AfD-Fraktion Parchim am Samstag, 21. März 2020

 

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