Will auf keinen Fall eine Schuldenunion durch „Corona-Bonds“: die AfD.

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Euro-Bonds: AfD warnt vor Vergemeinschaftung von Schulden

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat auf ihrer Webseite davor gewarnt, in der Coronakrise die Schulden anderer EU-Mitgliedsstaaten mit zu übernehmen. Hintergrund sind Berichte, die Europäische Zentralbank (EZB) lockere wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen ihre Regelungen zum Ankauf von Staatsanleihen. Bislang galten bestimmte Limits, zum Beispiel bei der zu kaufenden Gesamtmenge von Anleihen eines Landes, aber auch bei der Mindestlaufzeit der Anleihen, damit die EZB nicht in den Verdacht gerät, einzelne Staaten zu finanzieren oder deren Schulden direkt aufzukaufen.

EZB will ohne Limit Staatsanleihen aufkaufen

Laut der Tageszeitung Welt gibt es in der Notenbank nun aber Pläne, all diese Vorbehalte aufzugeben. Die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch warnte deshalb davor, dass die EZB ohne Limit Staatsanleihen kaufen und so de facto alle Schulden vergemeinschaften will. „Wir wurden mit dem Versprechen in den Euro gelockt, dass Deutschland niemals für die Schulden anderer EU-Staaten haften müsse. Mit den Corona-Bonds wäre dieses Versprechen obsolet. Darum sagt die AfD ganz klar: Nein zu Corona-Bonds, nein zu diesem Instrument der Schuldenvergemeinschaftung, nein zu diesem Euro auf Kosten Deutschlands.“

Grünen-Chef Habeck für „Corona-Bonds“

Wenig überraschend sprechen sich die Grünen für sogenannte Corona-Bonds aus. „Ich plädiere – wie viele andere EU-Regierungschefs und Ökonomen – für Corona-Bonds, gemeinsame europäische Anleihen. Ökonomisch starke Staaten wie Deutschland müssen jenen helfen, die gerade nicht so gut dastehen. Es ist im deutschen Interesse, daß die italienische Wirtschaft diese Krise überlebt“, sagte Grünen-Chef Robert Habeck der Welt. Deutschland sei ein Exportland. Das könne es Habeck zufolge angeblich nur bleiben, wenn die Volkswirtschaften ökonomisch angeschlagener Länder nicht untergingen.

Erfüllt von der Leyen Italiens Forderungen?

In der EU fordert vor allem Italien, das inzwischen wieder von einer linken Regierung regiert wird, die nicht demokratisch gewählt wurde, die Ausgabe von Corona-Bonds. In der vergangenen Woche hatte sich die EU-Kommission offen für solche Erwägungen gezeigt. „Wir gucken alle Instrumente an“, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen (CDU). Was helfe, werde auch eingesetzt. Denkbar wäre eine Vergabe solcher Bonds, also gemeinsamer Staatsanleihen aller Euro-Länder, über den europäischen Stabilitätsmechanismus. Angesichts einer von der Leyen als EU-Chefin und der Erfahrung, dass die BRD-Altparteien alles mitmachen, wenn es darum geht, dass Deutschland zahlen soll, sind solche Bonds wahrscheinlich bald zu erwarten.

AfD

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