„Flüchtlings-Rollenspiel“: FPÖ-Nationalratsabgeordneter Volker Reifenberger wollte wissen, wie viel der verantwortliche Verein vom Steuerzahler kassiert hat.

Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen
„Flüchtlingsrollenspiel“ an Schule: Theaterverein-Verein kassierte seit 2015 20.000 Euro

Bekanntlich sorgte im Jänner 2020 ein „Flüchtlings-Rollenspiel“ mit dem Namen „Projekt Migration erleben“ am Gymnasium Haizingergasse in Wien-Währing für Wirbel: Hunderte Schüler sollen ohne Vorinformation als „Migranten“ behandelt worden sein, und das Bildungsministerium stoppte das Projekt des Theatervereins. Bekannt wurde außerdem, dass der verantwortliche „Theaterverein Ansicht“ eine Förderung von 4.000 Euro erhalten habe und diesbezüglich das Bundeskanzleramt ein Kooperationspartner sei.

Parlamentarische Anfrage der FPÖ

Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Volker Reifenberger wollte es genau wissen. Er brachte eine parlamentarische Anfrage an den für Kunst zuständigen grünen Vizekanzler Werner Kogler ein. Die Beantwortung ist nun öffentlich. In den Jahren 2015 bis 2019 erhielt der Verein Förderungen durch die Sektion Kunst und Kultur in Gesamthöhe von 20.000 Euro. Davon wurden allein im Jahr 2019 dem Verein 8.000 Euro genehmigt.

Auch heuer gibt es Förderung

Auch heuer darf sich der Verein auf Geld auf Kosten des Steuerzahlers freuen. Auf Basis der Beiratsempfehlung vom 14. Jänner 2020 sind Förderungen in Gesamthöhe von 4.000 Euro vorgesehen, heißt es. Ein Detail am Rande: Der Verein dürfte offensichtlich unter ÖVP-Führung im Kulturministerium (Gernot Blümel/ Alexander Schallenberg 2018/19) mehr bekommen haben als davor unter roter Leitung (Josef Ostermayer/ Thomas Drozda). Und auch unter grüner Verantwortung – zuständig sind Werner Kogler und Staatssekretärin Ulrike Lunacek –  gibt es  „nur“ 4.000  Euro.

Möglich ist, dass der Verein auch von „KulturKontaktAustria“ eine Förderung erhalten haben könnte. Allerdings ist für diesen das Bildungsministerium zuständig, weshalb es einer entsprechenden parlamentarischen Anfrage an ÖVP-Minister Heinz Faßmann bedarf.

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