Berlin will umgehend 1.500 „Flüchtlinge“ von der griechischen Insel Moria einfliegen lassen. Den Charterflug übernimmt eine NGO.

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Justizsenator Behrendt: Berlin will trotz Corona-Krise 1.500 „Flüchtlinge“ einfliegen lassen

Obwohl Millionenstädte wie Berlin besonders stark vom Coronavirus betroffen sind, hat die rot-rot-grüne Regierung wohl wichtigere Pläne. Sie verkündet nun, möglichst schnell bis zu 1.500 Asylbewerber aus Griechenland nach Berlin einfliegen lassen zu wollen.

Landesregierung übergeht Innenminister

Dass eine Koalition aus der SPD, der Linkspartei und den Grünen für die weitere Aufnahme von Asylbewerber wirbt, ist keine Überraschung. Die Pläne der Berliner Landesregierung erstaunen aber doch. Dass die bundesdeutsche Hauptstadt nun ausgerechnet in der Corona-Krise, die nicht unwahrscheinlich die größte Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg nach sich ziehen wird, beschließt, bis zu 1.500 Asylbewerber einzufliegen, kommt selbst für Berliner Verhältnisse überraschend. Berlins homosexueller Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hat, wie der Tagesspiegel berichtet, die Geduld mit dem Innenminister Horst Seehofer (CSU) verloren. Dieser stellt sich gegen die weitere Aufnahme wegen des Virus quer. Kurzerhand beschließen daraufhin die Koalitionspartner, dass unabhängig vom Bund Asylbewerber eingeflogen werden sollen.

Türkei ist für Leid verantwortlich

Konkret geht es um das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Die hygienischen Zustände sind dort erbärmlich. Verantwortlich für dieses Leid ist primär die Türkei. Sie hat die Asylbewerber in Massen Richtung Griechenland getrieben, obwohl die Griechische Regierung klar sagte, dass sie keine neuen Flüchtlinge mehr aufnehmen würden. Der Türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan benutzte die Menschenmassen als Druckmittel, um mehr Gelder von der Europäischen Union zu bekommen. Die Taktik hat geklappt, doch nun müssen seinetwegen zehntausende Menschen in Moria leiden.

NGO stellt Flugzeug bereit

Laut Dirk Behrendts Plan soll ausgerechnet das hochverschuldete Berlin, dass mit Corona- und Wirtschaftskrise zu kämpfen hat, welches über 2.000 Kilometer entfernt liegt und wozwischen fünf weitere sichere EU-Mitgliedsstaaten liegen, Abhilfe schaffen. Er will entgegen der Bundesregierung bis zu 1.500 Asylbewerber unverzüglich einfliegen lassen. Die Unterstützung seiner Koalitionspartner hat er bereits. Zusammenarbeiten will er mit der NGO „Mission Lifeline“. Die haben laut Behrendt das Spendengeld zusammen, ein eigenes Flugzeug zu chartern – unzensuriert berichtete.

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