Migrantenlager sind durch mangelnde Hygiene und Überfüllung für Seuchenverbreitung besonders gefährdet. Griechenland riegelt nun das erste Lager wegen Corona-Fällen ab (Symbolbild).

Foto: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten / flickr.com (CC BY 2.0)
Griechenland riegelt Flüchtlingslager wegen Corona ab

Griechenland macht es richtig: Während sich in ganz Europa die Berichte darüber häufen, daß vor allem Migranten und Ausländer die geltenden Quarantäne-Regeln mißachten, haben die griechischen Behörden jetzt ein Migrantenlager nahe Athen kurzerhand abgeriegelt, nachdem dort 21 Insassen positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Der Zugang zum „Ritsona-Lager““ werde für zwei Wochen eingeschränkt, teilte das Migrationsministerium mit. Zudem werde zusätzliches medizinisches Personal in die Region geschickt.

Nachgewiesener Infektionsfall in Lager

Eine Frau aus dem Lager war jüngst nach der Geburt ihres Kindes in einem Athener Krankenhaus positiv getestet worden. Es war der erste nachgewiesene Infektionsfall in einem griechischen Flüchtlingslager. Inzwischen seien auch 20 weitere Migranten positiv getestet worden, teilte das Ministerium mit. Mitarbeiter des Lagers hätten sich laut dw.com bisher noch nicht infiziert. Insgesamt wurden 63 Menschen getestet. In Griechenland wurden bisher 1.415 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen. 50 Infizierte starben. Die Sorge ist groß, daß sich das Coronavirus auch in den völlig überfüllten Migrantenlagern im Land ausbreitet.

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