Übers Internet bestellt und geliefert: Das wird angesichts der Corona-Krise zur Tagesordnung, der Einzelhandel ist so gut wie tot.

Foto: josemiguels / pixabay.com
„Non-Food-Produkte“: Amazon und Supermärkte profitieren – der kleine Händler stirbt

Bekanntlich gab es einen Streit darüber, ob große Supermarktketten wie Hofer, Spar oder die Rewe-Gruppe sogenannte „Non-Food-Produkte“ verkaufen dürfen, während die vielen kleinen Händler oder andere Märkte, die eben keine Lebensmittel verkaufen, aufgrund der Corona-Krise geschlossen bleiben müssen. Fazit: Die Supermärkte dürfen weiterhin alles verkaufen, was im Regal angeboten wird, wie zuletzt bekannt wurde.

Wollten Supermärkte alle zusperren?

Wie unzensuriert von einem Informanten zugetragen wurde, soll diese Einigung erst zustande gekommen sein, nachdem der Handelsverband dem Bundeskanzler angekündigt hatte, die Supermärkte würden alle zusperren und die Mitarbeiter kündigen. Ob dies stimmt, ist offiziell nicht bestätigt. Sicher ist jedenfalls, es werden auch weiterhin „Non-Food-Produkte“ verkauft.

Amazon soll riesiges Umsatz-Plus verzeichnen

Von der Krise dürfte auch der Internetanbieter Amazon profitieren. Allein diese Woche soll der Umsatz durch Internetbestellungen nur in Österreich um 487 Prozent (!) gestiegen sein. Die Woche davor wäre der Umsatz um 352 Prozent gestiegen, wurde unzensuriert inoffiziell mitgeteilt.

Droht massives Firmensterben?

Gegenüber unzensuriert meinte ein anderer Unternehmer: „Meine Nachbarin hat neue Pflanzen gekauft. Allerdings nicht vom Gärtner, sondern über Amazon mit Paket. Ich rechne damit, dass sämtliche Branchen komplett ruiniert werden. Und alle, die noch überleben, brauchen mindestens zwei Jahre, um wieder komplett auf die Beine zu kommen.“

Der Unternehmer rechnet außerdem damit, dass viele Einzelunternehmer nach Ungarn abwandern würden, wo die Gründung einer Kft (=GmbH) wesentlich günstiger und unbürokratischer abläuft als in Österreich.

++++ Ergänzung um 18.02 ++++

Medien behaupten, dass ab Karsamstag das Sortiment beschränkt werde. Allerdings war noch am 1. April in  einem E-Mail etwas anderes zu lesen. Die Pressesprecherin von der Supermarktkette Spar meinte, dass der Bundeskanzler höchstpersönlich bestätigt habe, dass Non-Food-Produkte verkauft werden dürfen (siehe unten). Offenbar war es ein April-Scherz von Sebastian Kurz… Spar warnte außerdem, dass die Händler zu Online-Riesen wie Amazon getrieben würden. Wenige Stunden später bedankte sich die Wirtschaftskammer für die wie es heißt freiwillige Selbstbeschränkung der Supermarktketten.

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