Die Abgeordneten von schwarz und grün und auch die Regierungsmitglieder trugen bei den Sitzungen demonstrativ Masken.

Foto: zVg.
Abgeordnete und Regierung inszenieren eine Maskerade im Parlament

Eine der umstrittensten Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus ist die Verpflichtung, Masken zu tragen. Abgesehen davon, dass es bis dato diese „Verpflichtung“ gar nicht gibt, betrachten viele Experten diese Maßnahme nicht nur als sinnlos, sonder sogar kontraproduktiv. Auch für Sebastian Kurz war vor wenigen Tagen das Maskentragen noch „irrational“.

Für Regierungsexperten Abstand halten ausreichend

Franz Allerberger, bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) für den Bereich öffentliche Gesundheit verantwortlich (also ein Regierungsexperte), erklärte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit dem Gesundheitsminister Folgendes: Um eine Corona-Infektion zu verhindern, ist es nötig, eineinhalb Meter Abstand zu halten und nicht länger als 15 Minuten Kontakt zur gleichen Person zu haben. Vom Tragen einer Schutzmaske im Supermarkt usw. nicht ein einziges Wort, obwohl das gerade das aktuelle Thema ist.

Maskerade im Parlament

Trotzdem veranstalteten die Regierungsparteien im Parlament eine peinliche Maskerade. Die Abgeordneten von schwarz und grün und auch die Regierungsmitglieder trugen bei den Sitzungen demonstrativ Masken, jedoch so wie sie absolut sinnlos sind: Nase frei, runtergeben und ins Gesicht greifen, auf den Tisch legen und wieder aufsetzen.

FPÖ verzichtet bewusst auf Masken

Die FPÖ-Abgeordneten verzichteten bewusst auf Masken, auch mit dem Argument, dass es nicht sein kann, dass die Bevölkerung nicht ausreichend mit Maske versorgt wird und die Politiker aber schon. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz verglich die Szene mit einem sinkenden Schiff. Wenn die Regierungsspitze Masken trägt, während die Bevölkerung keine hat, wäre das so, wenn bei einem sinkenden Schiff sich der Kapitän als erster retten würde.

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