Das sonstige Haus- und Hofblatt von Platter & Co.  kritisiert plötzlich schwarze Machtverfilzungen und grüne Ohnmacht in Zeiten katastrophaler Krisenpolitik der Tiroler Landesregierung.

Foto: Ralf Roletschek / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0-AT)
„Tiroler Tageszeitung“ sieht massiven Veränderungsbedarf in Landespolitik

Jetzt wird sogar die bisher an den Tag gelegte Hofberichterstattung der Tiroler Tageszeitung (TT) in Richtung Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) und seiner grünen Vize-Landeshauptfrau Ingrid Felipe zunehmend kritischer. TT-Chef-Innenpolitiker Peter Nindler sieht sogar Veränderungsbedarf in der Landespolitik. Ganz oben im Visier Nindlers steht ÖVP-Landesrat Bernhard Tilg, zuständig für Gesundheitspolitik, den er als „politische Schwachstelle“ in der Landesregierung ausmacht:

In der Krise werden lange zugedeckte Schwachstellen im politischen Handeln sichtbar. Das fängt in der Tiroler Landespolitik an und setzt sich bis nach Wien fort. Und das Verhältnis zwischen Bund und Ländern muss kritisch hinterfragt werden. Corona bedeutet für die Politik ebenfalls eine Ausnahmesituation, doch die Krise deckt noch schonungsloser politische Schwachstellen auf. Das fängt bei Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (VP) an, der nicht einmal nach zwölf Jahren in der Regierung das Einmaleins der politischen Kommunikation beherrscht.

ÖVP-Wahlergebnisse und grünes Wohlverhalten als Ursache?

Nindler, ansonsten medial ein Verteidiger von Platter & Co., spricht in leisen Tönen jetzt sogar an, dass wohl die in den letzten Jahren zu gut ausgefallenen ÖVP-Wahlergebnisse und das koalitionäre grüne Wohlverhalten in der Tiroler Landesregierung eine Ursache für die aktuell katastrophale Krisenbewältigung sein dürften. Die Grünen würden die Machtausübung der ÖVP akzeptieren und keine tatsächliche Kritik üben. Missfallen über das Tiroler Krisenmanagement, Stichwort „Causa Ischgl“, würde von den Grünen aus Koalitionsloyalität nicht geübt werden.

Dabei verweist Nindler sogar auf die“ Causa Flüchtlingsgesellschaft“, sprich den Skandal rund um die „Tiroler Sozialen Dienste“ GmbH (TSD), wo wiederum die ÖVP den hauptverantwortlichen Grünen die Mauer gegen die Oppositions-Kritik gemacht hat.

Tiroler Tageszeitung

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