Die vom Bundeskanzler Kurz verordnete „Gratis“-Schutzmaske kostet seit heute, Montag, beim Billa einen Euro.

Foto: screenshot billa.at/Montage
Billa hat nichts zu verschenken, schon gar keinen Mundschutz

„Ich hab´ ja nichts zu verschenken“, lautet ein zum Kult gewordener Werbe-Spruch des seligen Niki Lauda. Wie zu erwarten, hat auch die zum deutschen Rewe-Konzern gehörende Supermarktkette Billa nichts zu verschenken – nicht einmal in Zeiten wie diesen. Denn, Bundeskanzler Sebastian Kurz sei Dank, werden bei Billa die Masken pünktlich zum heutigen Start der Maskenpflicht nicht mehr kostenlos abgegeben, sondern sind dort nur noch käuflich zu erwerben.

Regierungsverordnung hat ihren Preis

Das Geschäft brummt bei den Supermarktketten. Doch wer ohne eigenen Mundschutz bei Billa einkaufen will, muss für das von der Regierung verordnete Utensil pro Stück einen Euro berappen. Erhältlich sind die Masken allerdings nur im Dreierpack um wohlfeile drei Euro. Keinen Cent will man daran verdienen, lässt der Konzern dazu wissen. Und auch das entsprechende „Framing“ darf nicht fehlen: Von „Gemeinsam einen Beitrag leisten“, ist diesbezüglich auf der Billa-Webseite zu lesen. Und man will mit dem Kunden „gemeinsam bewusst ein Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang und gegen Verschwendung“ setzen. Bei so vielen „Gemeinsamkeiten“ mit dem Konzern zahlt man für den raren Mundschutz natürlich gerne.

FPÖ-Schnedlitz: „Maßnahme nicht durchdacht“

„Die Phantasterei von Kanzler Kurz mit seiner Regierung, Super- und Drogeriemärkte nur noch mit einer Maske betreten zu dürfen, entwickelt sich zum Fiasko“, kommentiert der freiheitliche Generalsekretär Michael Schnedlitz die ersten Erfahrungen mit der zwingenden Maskenpflicht.

„Während dem Bürger bei Nichtbefolgung hohe Strafen drohen, gibt es einerseits zu wenig Masken in den Märkten, und andererseits müssen diese käuflich erworben werden“, so Schnedlitz. Die Maßnahme sei von Anfang an nicht durchdacht und diene nur der Verunsicherung der Bevölkerung.

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