Der Todesschütze im Mordfall Kuciak wurde jetzt in erster Instanz zu 23 Jahren Haft verurteilt, die Staatsanwaltschaft möchte eine Höchststrafe von 25 Haftjahren und beruft.

Foto: Miro.kern / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Mordfall Jàn Kuciak: Gericht verhängt 23 Jahre Haft für den Todesschützen

Nach mehrmonatigem Verhandlungsmarathon, ist in der Slowakei der aufsehenerregende Strafprozess gegen den Todesschützen im Mordfall Jàn Kuciak zu Ende gegangen. Der Angeklagte Miroslav M. erhielt vom Strafgericht insgesamt eine Haft von 23 Jahren. Das Strafgericht in der Kleinstadt Pezinok, nahe der Hauptstadt Pressburg, hatte M. des vorsätzlichen Mordes für schuldig befunden. Die Staatsanwaltschaft hat wegen der Strafhöhe allerdings Berufung angemeldet.

M. wurde des Mordes am Journalisten Ján Kuciak und seiner Freundin Martina Kušnírová überführt. Die beiden Mordopfer waren am 21. Februar 2018 in ihrem Haus erschossen worden. Das Gericht hatte ihm eine brutale und kaltblütige Straftat gegen seine Mordopfer vorgeworfen.

Gericht hat Strafmaß von 25 Jahren nicht ausgeschöpft

Das Gericht hat das gesamte Strafmaß von 25 Jahren nicht ausgeschöpft. Strafmildernd war dem Todesschützen zugestanden worden, dass er im Zuge des Prozesses ein umfangreiches Geständnis abgelegt hat. Gleichzeitig muss er insgesamt 180.000 Euro an Schmerzensgeld und Schadensgutmachung an die Familien der Mordopfer Ján Kuciak und Martina Kušnírová bezahlen.

Nach diesem Urteil geht das Strafverfahren gegen den mutmaßlichen Auftraggeber des Mordes und zwei weitere Komplizen weiter. Der nächste Verhandlungstag soll am 15. April 2020 stattfinden, wo es um die Hintergründe im Mordkomplott sowie seine wirtschaftlichen und politischen Hintergründe gehen soll.

Mordfall Jan Kuciak

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