US-Präsident Donald Trump kritisiert die „China-Lastigkeit der Weltgesundheitsorganisation bei der Covid-19-Bekämpfung, obwohl die USA Haupt-Geldgeber der WHO sind.

Foto: Palácio do Planalto / wikimedia.org (CC-BY-2.0)
Zu „China-lastig“: Scharfe Kritik von US-Präsident Trump an WHO-Politik

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht vor dem Hintergrund der aktuellen Coronavirus-Seuche in der massiven Kritik von US-Präsident Donald Trump. Trump wirft der WHO vor, auf die Ausbreitung des Coronavirus lange Zeit falsch reagiert zu haben. Darüber hinaus sei die WHO in den vergangenen Monaten zu „China-orientiert“ bei der Bekämpfung der Ausbreitung des Virus gewesen. Demgegenüber wären aber die USA der größte Financier der WHO und würden sich im Gegenteil bei der aktuellen Bewältigung dieser gesundheitspolitischen Herausforderung mehr Unterstützung wünschen.

In diesem Zusammenhang hatte Trump sogar die bisherige Finanzierung der WHO und ihrer Maßnahmen kurzfristig in Frage gestellt, wenn es hier für die USA nicht mehr und bessere Unterstützung gebe.

WHO-Funktionäre über Finanzfragen empört

Empört auf das Stellen von Finanzfragen an die WHO in der aktuellen Situation zeigte sich der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet. Auch der Gesundheitsexperte Bruce Aylward, einer der führenden Berater von WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, zeigte sich über Trumps Kritik empört.

Dass die WHO in den letzten Wochen in ihren Unterstützungsmaßnahmen vor allem auf China konzentriert war, sei laut Aylward allein aus dem massiven Ausbruch rund um die Metropole Wuhan zu erklären. Einzig das würde den Fokus auf China und die dortige Situation erklären, keine sonstigen Bevorzugungen der Chinesen in dieser aktuellen Herausforderung.

WHO versagte früher auch bei Ebola-Ausbruch in Afrika

Dass Kritik an der WHO aber keineswegs unangebracht ist, zeigen die vergangenen Jahre in Afrika. Dort wurde über Wochen und Monate bei immer wieder auftretenden Ausbrüchen von Ebola in westafrikanischen Staaten zu spät und nur zögerlich Hilfe und Unterstützung gegeben.

Schuld dafür waren vor allem Meinungsverschiedenheiten zwischen den Experten in der WHO-Zentrale in Genf und den eingesetzten Ärzten an den Brennpunkten in Afrika. Auch das immer wieder aufflammende Auftreten von Ebola-Fällen wird der WHO wegen mangelnder Unterstützung zum Vorwurf gemacht.

Donald Trump

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