Im Nahen Osten lebt es sich als Christ lebensgefährlich.

Foto: Heretiq / Wikimedia (CC BY-SA 2.5)
Dauerproblemland Türkei, Hoffnungsschimmer im Sudan und Ägypten

Seit dem 19. Jahrhundert wird die Türkei wegen ihrer vielfältigen Probleme immer wieder der „kranke Mann am Bosporus“ genannt. Bekam und bekommt die Türkei auch in unseren Tagen so manches Problem ganz offensichtlich nicht in den Griff, so sind die dortigen Verhältnisse bezüglich der Menschenrechte ganz besonders problematisch.

Deutliche Worte von Menschenrechtsorganisation

In der Ausgabe für April des Magazins der deutschen Sektion der Menschenrechtsorganisation „Christian Solidarity International“ (CSI) finden sich gerade mit Blick auf die Zustände im türkischen Machtbereich deutliche Worte. So wird auf die große Nähe der türkischen Regierung zum radikalen Islam hingewiesen und vor radikalen Auswüchsen im Umfeld von den türkischen Machthabern nahestehenden Moscheen in der Bundesrepublik Deutschland gewarnt. Eigens heißt es:

Aus Syrien erreichen uns täglich Medienberichte, dass türkisches Militär bei der völkerrechtswidrigen Besetzung Syriens eng mit islamistischen Terroristen kollaboriert, um türkische Interessen durchzusetzen.

Unterdrückung der christlichen Minderheit

Eigens wird die Unterdrückung der verbliebenen christlichen Minderheit im Süden der Türkei kritisiert. Dortige Christen wurden demnach auch in jüngster Zeit Opfer ungerechtfertigter Verhaftungen. Den bewaffneten Konflikt mit den Kurden missbrauche man türkischerseits gerade gegen Christen einschließlich gegen christliche Geistliche.

Beigefügt ist dem Magazin eine Postkarte, in der man gegenüber dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan zugunsten der bedrängten Christen protestieren und den Schutz von Christen und anderen gefährdeten Minderheiten einfordern kann.

Gewalt gegen Christen auch in Frankreich

Zugleich macht die Menschenrechtsorganisation CSI deutlich, dass auch in anderen Ländern wie den afrikanischen Republiken Niger und Nigeria Gewalt gegen Christen längst brutale Ausmaße erreicht hat.

Dabei muss man, um Gewalt gegen Christen zu finden, gar nicht die Grenzen der Europäischen Union hinter sich lassen. Drastisches weiß die deutsche Sektion von CSI, wie schon andere Einrichtungen vor ihr, über die Zustände in Frankreich zu berichten. So wird festgestellt:

Das Innenministerium Frankreichs veröffentlichte die Zahlen zu rassistischen und antireligiösen Gewalttaten im Jahr 2019. Es wurden 1052 antichristliche Taten aktenkundig. 687 Vorfälle wurden als antisemitisch und 154 Vorfälle als antimuslimisch eingestuft.

Ebenso nimmt das Vorgehen der Staatsgewalt in dem von den linksgerichteten Sandinisten beherrschten Nicaragua gegen Christen kein Ende.

Verschiedene Hoffnungszeichen

Es kann aber auch auf positive Ereignisse hingewiesen werden. So wird insbesondere über die voranschreitende medizinische Versorgung für befreite Sklaven in der seit 2011 unabhängigen Republik Südsudan berichtet. Längst hat in diesem von vielen Christen bewohnten Staat eine eigene CSI-Buschklinik den Betrieb aufgenommen.

Aus Ägypten kommen Hinweise, dass ernsthaft an einer Verbesserung der rechtlichen Situation verschiedener christlicher Kirchen gearbeitet wird. Als Vorbild gilt für eine betreffende Neuordnung die in Ägypten besonders stark verankerte koptische Kirche.

Syrien

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