Vorfälle wie der jüngste Aufgriff von neun Illegalen an der Grenze zu Bayern zeigen, wie notwendig ein verstärkter Assistenzeinsatz des Bundesheeres ist (Symbolbild).

Foto: Bundesheer / GUNTER PUSCH
Von wegen Grenzsperre: Neun Illegale spazierten fröhlich durch Österreich nach Bayern

Ein spätes „Osterwunder“ bescherten die deutschen Grenzbehörden der oberösterreichischen Landesregierung: Sie griffen nämlich am Dienstag bei Neustift im Mühlkreis gleich neun illegale Migranten – angeblich Syrer – auf, die gerade dabei waren, von Oberösterreich nach Bayern zu spazieren, und wiesen sie zurück. Bei zwei der Migranten wurde zudem Fieber festgestellt. Nun darf sich Oberösterreich mit den Grenzgängern herumschlagen, von denen nicht bekannt ist, wo und wovon sie bisher gelebt haben, wie auch der Wochenblick berichtet.

Erst deutsche Beamte erwischten die Grenzgänger

Damit straft Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) sich wieder einmal selbst Lügen, nachdem er ja behauptet hatte, die Grenzen seien für Migranten aller Art gesperrt. Wenn es aber sogar eine neunköpfige Gruppe schafft, offensichtlich unbemerkt illegal in Österreich einzureisen, sich hier unbestimmte Zeit aufzuhalten und dann erst beim Versuch, nach Deutschland weiterzuziehen, erwischt wird (nicht von den Österreichern!), dann kann es nicht weit her sein mit der verkündeten Grenzsperre.

Assistenzeinsatz des Heeres verstärken

Das sieht auch Oberösterreichs Landeshauptmannstellvertreter und FPÖ-Landesobmann Manfred Haimbuchner so. Auf seiner Facebook-Seite schreibt er dazu:

Die Bundesregierung erklärt uns, dass angeblich die Grenzen geschlossen wurden, und trotzdem kommen Syrer illegal nach Österreich? Wie kann das sein? Der Vorfall zeigt auch, wie notwendig der sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz des Bundesheeres ist! Unsere Polizei muss besser unterstützt werden!

Polizei schweigt zu Vorfall

Bezeichnend auch der Umstand, dass es keinerlei Presseaussendung der Landespolizeidirektion Oberösterreich zu diesem Vorfall gibt. Dort berichtet man lieber über Sensationen wie einen führerscheinlosen Drogenlenker oder Schweine, die bei einem Brand ums Leben kamen. Entsprechend findet sich auch in den derzeit besonders regierungsfreundlichen Mainstream-Medien nichts zum Aufgriff der Illegalen.

Zwei der Migranten hatten Fieber

Die beiden sichtlich kranken Migranten mit Fieber wurden umgehend auf eine potentielle Covid-19-Infektion getestet, erwiesen sich aber als negativ. Noch ist offen, wie weiter mit den neun Illegalen verfahren wird, die natürlich sofort Asylanträge stellten (obwohl sie auf jeden Fall über ein sicheres Drittland nach Österreich eingereist sein müssen). Da nicht bekannt ist, mit wem sie wo in Kontakt gekommen sind, müssten sie umgehend in Quarantäne. Die Frage ist nur, wo.

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