Als in der Millionenstadt Wuhan (Bild) im Vorjahr das Coronavirus ausbrach, versuchte die Regierung in Peking, die Gefahr herunterzuspielen. Jetzt drohen Schadenersatz-Klagen.

Foto: 云中君 / wikimedia.org (CC-BY-2.5)
Forderung nach Reparationszahlungen gegen China wird lauter

Die Regierung in Peking hatte den Ausbruch der Coronavirus-Epidemie im Dezember 2019 zunächst verheimlicht und dann verharmlost. Anfangs wurde die Übertragung von Mensch zu Mensch geleugnet, Ärzte wurden mundtot gemacht, Berichte im Internet zensiert, die WHO mit Falschinformationen versorgt. Viel zu spät kam im Jänner die Quarantäne-Verordnung für Wuhan, doch internationale Flüge von Wuhan in alle Welt waren noch lange erlaubt. So konnte sich das Virus global verbreiten. Durch die Falschinformationen konnten sich viele Staaten nicht rechtzeitig vorbereiten und haben wertvolle Zeit verloren.

International formiert sich eine Koalition aus Politikern, Regierungen, Organisationen und Anwaltskanzleien, die deshalb Chinas kommunistische Regierung zur Verantwortung ziehen wollen. China soll Reparationen zahlen für den weltweiten wirtschaftlichen Schaden und die Toten, die China international zu verantworten habe. Zu dieser Koalition gehört auch der US-Kongressabgeordnete Jim Banks, der laut YouTube diese Forderungen massiv unterstützt.

WHO ignorierte Taiwans frühe Warnungen

Taiwan hat schon Ende Dezember 2019 die Weltgesundheitsorganisation WHO vor dem neuen SARS-Coronavirus und dessen möglicher Mensch-zu-Mensch-Übertragung gewarnt. Doch die WHO ignorierte die Warnung und hielt sich an die Vorgaben Pekings. Wohl auch deshalb hat US-Präsident Donald Trump seine Ankündigung wahr gemacht, die Zahlungen der USA an die WHO einzustellen, wie auch die ARD-Tagesschau berichtete. Die WHO habe im Zuge der Coronavirus-Pandemie bei der Erfüllung ihrer „grundlegenden Pflicht“ versagt, so der Präsident. Die Gefahr sei zu lange heruntergespielt worden, sodass die Länder zu spät mit Maßnahmen reagierten.

Australien, Japan und Indien unterstützen Trumps Kritik an China und der WHO. Sie alle werfen der Weltgesundheitsorganisation vor, in der Coronavirus-Krise zu sehr auf Peking gehört und die Epidemie anfangs verheimlicht zu haben. Der stellvertretende japanische Ministerpräsident erklärte: „Hätte die WHO nicht in der frühen Phase der Welt gegenüber darauf bestanden, dass es in China keine Epidemie der Lungenentzündungen gebe, hätte jeder sich wappnen können.“

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