Die FPÖ postete auf Facebook ein Foto der mutmaßlichen „Corona-Party“ – die Feiernden tragen keine Masken, die Gesichter sind vom Autor unkenntlich gemacht worden.

Foto: Screenshot / Facebook / FPÖ
Artikel über „Corona-Party“ im Ministerium im Handumdrehen wieder gelöscht

Der Journalist Dieter Knoflach hat auf der Plattform fischundfleisch und unter dem Titel „Corona-Party im Ministerium“ von einer eigenartigen Doppelmoral geschrieben:

Wenn Freiheitliche bei einer Corona-Party erwischt werden, dann berichten alle Medien darüber, auf eine Art und Weise, von der man den Eindruck haben kann, sie sei unverhältnismäßig aufgeblasen.

Wenn hingegeben Ministeriumsmitarbeiter der türkis-grünen Regierung (das grüne Sozialministerium befindet sich im selben Gebäude, allerdings offensichtlich mit einem anderen Eingang) eine Corona-Party machen, veröffentlichen österreichische Journalisten und -innen … gar nichts.

Artikel plötzlich gelöscht

Da hat er völlig recht, der liebe Herr Knoflach. Deshalb war dann die Verwunderung umso größer, als sein Artikel kurze Zeit nach Veröffentlichung ebenfalls von der Bildfläche der fischundfleisch-Homepage verschwand. Eine Erklärung blieb uns Knoflach auf Nachfrage bis dato noch schuldig.

Wer möchte etwas vertuschen?

Fragen dazu hat auch die FPÖ, die auf ihrer Facebook-Seite unter anderem wissen will, wer hier etwas vertuschen möchte?

Höchst interessant. Offenbar hat in einem schwarzen Ministerium eine sogenannte „Corona-Party“ stattgefunden. Während man den Bürgern bei den tagtäglichen Pressekonferenzen eintrichtert, man möge doch zu Hause bleiben, wird woanders gefeiert. Doch es wird nun noch interessanter, denn der Artikel ist zufällig und ganz plötzlich nicht mehr aufrufbar. Hier stellt sich nun die Frage: WARUM?

Wer hat diesen Artikel löschen lassen? Wer profitiert von der Löschung dieses Artikels? Wer möchte hier etwas vertuschen? Was meint Ihr?

Höchst interessant. Offenbar hat in einem schwarzen Ministerium eine sogenannte „Corona-Party“ stattgefunden. Während…

Gepostet von FPÖ am Freitag, 17. April 2020

„Stelle Originalfoto dem Gericht zur Verfügung“

In seinem Artikel beschreibt Dieter Knoflach, der beim Ministeriumsgebäude am Stubenring aufgrund einer Fahrradpanne zufällig Halt machte, wie er die Szene beobachtete:

Eine offensichtliche Corona-Party von Ministerienmitarbeitern, ohne Maske, ohne Einhaltung der Abstandsregeln und wahrscheinlich auch ein Verstoß gegen das Gruppenbildungsverbot, das es Leuten, die nicht in einem Haushalt leben, verbietet, Gruppen zu bilden. Die Getränke bei dieser miniseriellen Corona-Party, die vielleicht alkoholische sind, können zu Tröpfcheninfektion und Covid-19-Verbreitung beitragen. Die Augen- und Nasenpartie habe ich aus datenschutzrechtlichen Gründen unkenntlich gemacht durch weiße Balken, aber ich bin bereit, das Originalfoto dem Gericht zur Verfügung zu stellen, falls mich ein entsprechender Gerichtsbeschluss ereilt.

Auch hohe Mitarbeiterin des Arbeitsministeriums involviert?

Auch trotz weißer Balken glauben Politik-Insider zu erkennen, dass es sich bei der Dame im rosa Kostüm um eine hohe Mitarbeiterin im Arbeitsministerium handelt. Das wäre dann besonders peinlich, denn Gesundheitsminister Rudolf Anschober von den Grünen warnte dieser Tage erneut, das Virus sei „gefährlich, weil es relativ ansteckend ist“. Das Verhalten jedes Einzelnen sei absolut entscheidend. „Wenn die Abstandsregel von mindestens einem Meter eingehalten wird, gibt es eine drastische Verringerung des Risikos“, so Anschober.

Jetzt kann man nur davon ausgehen, dass die Gruppe, die sich bei dieser „“Corona-Party“ auf dem Balkon des Ministeriumsgebäudes erwischen ließ, zur Selbstanzeige schreitet. Alles andere könnten einfache Bürger, die ja brav sein und alles einhalten müssen, von Maskenpflicht über Abstandsregeln bis hin zum Gruppenbildungsverbot, nicht verstehen.

Den Originalbericht im fischundfleisch finden Sie hier.

Screenshot / Facebook / FPÖ

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