Verbotskultur in Coronavirus-Zeiten: Die grüne Staatssekretärin Ulrike Lunacek will die Kinos auch im Sommer geschlossen halten.

Foto: Mardetanha / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Geschlossene Kinos im Sommer: Branche verärgert über Staatssekretärin Lunacek

In der Tourismus- und Freizeitwirtschaft wächst der Unmut über die Corona-Regierungsentscheidungen mit ihren drastischen Auswirkungen auf die Wirtschaft. Jetzt kritisiert die Kinobranche die grüne Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek, weil die österreichischen Kinos auch über die Sommermonate hinweg weiter geschlossen bleiben sollen. Lunacek hatte doch tatsächlich behauptet, dass im Sommer die heimischen Kinos ohnedies wenig besucht würden.

Der Präsident des österreichischen Kinoverbandes Christian Dörfler gibt sich über die Aussagen des grünen Regierungsmitglieds erbost und hält Lunaceks Meldung für völlig absurd:

Die Aussagen der Frau Staatssekretärin sind völlig absurd. Selbstverständlich wollen wir am liebsten morgen unsere Kinosäle wieder öffnen, wir sind ja nicht der Feind unseres eigenen Geschäftes! Im Sommer werden in den Kinos gewaltige Umsätze generiert, da traditionell gerade in den Monaten Juli und August aus der Filmschmiede Hollywood einige Blockbuster ihre Europa Premieren haben und unser Publikum auch im Sommer gerne ins Kino kommt.

142 Kinos mit 577 Kinosälen durch Maßnahmen betroffen

Derzeit gibt es in Österreich 142 Kinos mit insgesamt 577 Kinosälen, die landesweit das Publikum mit Filmproduktionen versorgt. Und die Branche ist nicht nur von den durch Schwarz-Grün verordneten Betriebsstättenschließungen betroffen, sondern auch durch die fehlende Filmproduktion weltweit, die für Nachschub in die heimischen Kinosäle sorgen. Und da setzt die grüne Kulturstaatssekretärin noch eins drauf.

Ulrike Lunacek

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link