Wendezeit: Jetzt ist auch für die Tiroler Tageszeitung die „Causa Ischgl“ endlich politisch aufklärungsbedürftig.

Foto: Basotxerri / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
Causa Ischgl: „Tiroler Tageszeitung“ fordert Aufklärung der Behördenversäumnisse

Aus dem Tourismusort Ischgl wurde ein norwegischer Barkeeper, der mit dem Coronavirus infiziert war, zum Ausgangspunkt einer weiten Verbreitung des neuen Virus. Statt umgehend zu handeln, versuchten die ÖVP-Wirtschaftsvertreter, das wirtschaftliche Leben noch weiter aufrechtzuerhalten.

Tiroler Tageszeitung nicht mehr länger schwarzes Hofberichterstattungsblatt?

Während alle Mainstream-Medien brav in den Chor der Politikbewunderer einstimmen und alles, was die meist schwarzen Entscheider tun, bejubeln, schert nun die Tiroler Tageszeitung (TT) als Hofberichterstattungsblatt von Schwarz-Grün aus. Sie fordert von der Landespolitik eine „Aufarbeitung mit Volldampf“, was in Ischgl wirklich passiert ist. TT-Chefredakteur Mario Zenhäusern – immer brav von der Prämisse ausgehend, dass Covid-19 eine heimtückische Krankheit mit extremen Todesfolgen sei – fordert eine rasche Fehleranalyse und verweist darauf, dass das Virus nicht darauf warte, bis alles aufgeklärt sei, was falsch gelaufen sei:

Unabhängig von der Klärung dieser Frage muss die Causa Ischgl mit Volldampf untersucht werden. Es ist offensichtlich, dass Touristiker, Politiker und Behörden hier die ersten Anzeichen der sich anbahnenden Corona-Krise missinterpretiert oder negiert und deshalb falsch reagiert haben. Die Tatsache, dass 57 Prozent aller österreichischen Corona-Infektionen hier ihren Ursprung haben, spricht Bände.

Rolle von Landeshauptmann Platter

TT-Chefredakteur Zenhäusern verweist jetzt sogar darauf, dass Landeshauptmann Günther Platter Fehler eingestehen würde. Und diese Fehler müssten jetzt im Nachhinein aufgearbeitet werden, um laut TT daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und Zenhäusern drängt auf eine rasche Aufklärung, und das sowohl durch politische, als auch wissenschaftliche Analysen.

Ischgl

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