Der Enthüller von NSA-Geheimnissen möchte in Russland bleiben, denn dort fühlt er sich sicher.

Foto: Gage Skidmore / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0)
Edward Snowden will weiter in Russland bleiben

Der bekannte Aufdecker Edward Snowden hat im russischen Asyl eine Aufenthaltsverlängerung für weitere drei Jahre beantragt. Auch die Zeit berichtete online davon. Sein Anwalt ließ die Agentur Interfax wissen:

Wir haben beim Migrationsdienst die Unterlagen für eine Verlängerung von Snowdens Aufenthaltstitel eingereicht.

Snowdens aktuelle Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis laufe in diesem Monat aus. Wegen des Coronavirus arbeiten die russischen Behörden derzeit mit großer Verzögerung. Ausländer, deren Dokumente auslaufen, müssen nach offiziellen Angaben aber keine Verfolgung befürchten. „Bei ihm ist alles in Ordnung. Er arbeitet. Seine Frau ist bei ihm“, teilte der Anwalt schon im Februar auf die Frage nach Snowdens Befinden mit.

Asyl wegen Offenbarung der NSA-Aktivitäten

Snowden hatte 2013 Dokumente zu weltweiten Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ Journalisten übergeben.

Auf der Flucht vor US-amerikanischer Strafverfolgung wollte er nach eigenen Angaben über Hongkong nach Ecuador, strandete aber auf einem Moskauer Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepass für ungültig erklärt hatte. Snowden bekam Asyl in Russland, nach einer Verlängerung aktuell bis 2020.

Edward Snowden

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