Das Übel des österreichischen Journalismus offenbart sich derzeit darin, dass Statistiken hingenommen und nicht überprüft werden.

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Politische Panikmacherei vs. Realität: Heuer im 1. Quartal weniger Tote als in Vorjahren

„Es werden noch viele Menschen sterben!“ Mit dieser unglaublichen Aussage verbreitete Bundeskanzlers Sebastian Kurz (ÖVP) schon vor Wochen Angst und Schrecken. Die „gekauften Medien“ unterstützten diese Panikmacherei auch noch, indem sie die politisch motivierten Todesfall-Zahlen ungeprüft übernahmen.

In vergangenen Jahren mehr Tote als heuer

Unzensuriert hat sich nun die Mühe gemacht, die Todeszahlen in Österreich seit dem Jahr 2000 unter die Lupe zu nehmen. Und zwar jeweils die ersten 14 Wochen der Jahre (entspricht etwa einem Quartal), denn nur ein solcher Zeitraum ist halbwegs seriös vergleichbar.

Welch Überraschung: 2015, 2017 und 2018 gab es in den ersten 14 Wochen mehr Tote als im mit Coronavirus verseuchten Jahr 2020. Die Zahlen sind auf der Webseite der Statistik Austria für jeden abrufbar – auch für Journalisten.

Demnach war die Zahl der Toten im ersten Quartal 2015 mit 25.393, im Jahr 2017 mit 25.520 und im Jahr 2018 mit 25.705 um einiges höher als 2020 mit 24.502. Mehr als 21.000 Tote gab es immer, durchschnittlich starben in diesem Zeitraum 22.000 Menschen in Österreich.

„Gottesdienstcharakter der Regierungskommunikation“

Die Zahlen belegen also, dass es heuer aufgrund der Corona-Krise nicht mehr, im Vergleich zu anderen Jahren sogar weniger Tote gegeben hat. Und dennoch tragen die meisten Medien den fast schon dogmatischen „Gottesdienstcharakter der Regierungskommunikation“, wie es Addendum-Chefredakteur Michael Fleischhacker ausdrückte, widerspruchslos mit.

Dass dadurch weiter Angst unter der Bevölkerung geschürt, das Land an die Wand gefahren wird, Existenzen zerstört werden und Arbeitslosenzahlen Sphären erreichen, die es sonst nur zu Nachkriegszeiten gibt, scheinen für die schwarz-grüne Regierung und die am Gängelband dieser Koalition hängenden Medien nur eine lästige Nebensache zu sein.

„Hören Sie auf mit der Panikmache, Herr Kurz“

Die Statistik Austria hat heute, Montag, in einer Pressemitteilung trotzdem darauf hingewiesen, dass die Sterbefälle älterer Menschen im Zeitraum vom 16. März bis 5. April 2020 überdurchschnittlich hoch ausgefallen seien. Konkret errechnete die Statistik Austria ein wöchentliches Plus an Sterbefällen von 13% im Vergleich zu den Jahren 2016 bis 2019.

Für FPÖ-Generalsekretär NAbg. Michael Schnedlitz ist diese Aussage mehr eine von der Bundesregierung bestellte Panikmache als eine fundierte Auswertung: Einen Zeitraum von wenigen Wochen heranzuziehen, sei wenig seriös. Offenbar solle den Menschen damit Angst gemacht werden, so Schnedlitz und weiter:

Wir erinnern uns an die Aussage von Kanzler Kurz, wonach bald jeder jemanden in Österreich kennen wird, der am Coronavirus gestorben ist. Da sich die Zahlen in Österreich bei weitem nicht so entwickeln, wie es der Kanzler vorausgesagt hat, muss nun offenbar künstlich nachgelegt werden. Die Statistik Austria als Anstalt des Bundes macht hier natürlich bereitwillig mit.

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz fordert nach Bekanntwerden der tatsächlichen Zahlen, was Todesfälle betrifft, Bundeskanzler Sebastian Kurz auf, keine Panik mehr zu verbreiten:

Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Jeder Tote ist einer zu viel, aber es ist der falsche Ansatz, bei den Menschen künstlich Angst zu erzeugen, indem man solch unseriöse Statistiken schnitzt. Die Regierung wäre besser beraten, ihre Panikmache zu beenden und endlich dafür Sorge zu tragen, dass die Wirtschaft wieder in Gang kommt. 600.000 Arbeitslose, 900.000 Menschen in Kurzarbeit, also gesamt 1,5 Millionen wirtschaftliche und soziale Opfer der Regierung – frei nach dem Kanzler gilt: Bald kennt jeder jemanden, der durch die überzogenen Maßnahmen der Regierung seine Arbeit verloren hat.

Statistik

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