Schlechte Zeiten für Leichtgläubige: Jetzt werden im Netz sogar (angeblich) mit Covid-19 infizierte Blutproben als „Gegengift“ angeboten – um schlanke 1.000 US-Dollar.

Foto: Robert O'Dell / wikimedia.org (PD US Navy)
Geschäft mit der Angst: Cyberkriminelle bieten Covid-19-Blutproben via Internet an

Die derzeitigen Anti-Seuchen-Maßnahmen sind auch eine beliebte Spielwiese für Cyberkriminelle. Immer stärker treten kriminelle Netzwerke in sozialen Netzwerken und auf Internetplattformen auf, um mutmaßliche Wundermittel zur Bekämpfung der Coronavirus-Seuche um teures Geld zu vertreiben. Ein findiger Krimineller hat jetzt über einen sogenannten „Own Shop“ vorgegeben, er sei durch das Virus infiziert. Der Mann bietet jetzt um 1.000 US-Dollar eine Blutprobe an.

Die „Geschäftsidee“ dahinter ist, dass Blut und Speichel eines geheilten Coronavirus-Infizierten jene Antikörper gebildet hat, die dazu verwendet werden könnten, selbst eine solche Immunität zu erlangen. Der Anbieter drückt auch noch auf die Tränendrüse und gibt vor, mit diesen Einnahmen seine Familie unterstützen zu wollen.

Leichtgläubige werden ausgenommen

Aber nicht nur Blutproben oder Speichel werden über das Netz als „Gegengift“ angeboten. Auch Vitaminpillen, die die Abwehrkräfte in Covid-19-Zeiten stärken sollen, oder Wärmescanner zum Temperaturmessen werden feilgeboten. Dazu kommen Test-Werkzeuge, oft aus dubiosen Quellen und nicht zertifiziert, die medizinischen Laien zur „Selbsttestung“ angeboten werden.

Konsumentenschützer und Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass verunsicherten Bürgern auf diese Weise weltweit viele Millionen US-Dollar abgeknöpft werden, die entweder komplette Fälschungen sind, oder tatsächlich nicht den Gebrauchswert haben, der verlangt wird.

Blutabnahme

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